Unihockey
Floorball Thurgau besiegt das Team der Stunde

Die NLA-Unihockeyaner aus Weinfelden gewinnen am Dienstag in Langnau 7:6, verspielen in den Schlusssekunden aber beinahe noch ihre 7:2-Führung.

Markus Wiedmer
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Yannic Fitzi (hier im Heimspiel gegen GC) war Thurgaus Matchwinner in Langnau.

Yannic Fitzi (hier im Heimspiel gegen GC) war Thurgaus Matchwinner in Langnau.

Mario Gaccioli

Unter der Woche trumpfte Floorball Thurgau ganz gross auf. Der 7:6-Sieg am Dienstagabend auswärts gegen die Tigers Langnau war nicht nur eindrücklich. Er ermöglicht es dem Aufsteiger auch, weiterhin vom Playoff zu träumen. Gegenüber Basel Regio verteidigten die Thurgauer Rang acht.

Das formstarke Langnau hatte sich in den vergangenen Wochen kontinuierlich auf Rang zwei der NLA vorgearbeitet und wies nur noch drei Punkte Rückstand auf Leader Grasshoppers auf. In der Hinrunde hatten die Emmentaler Floorball Thurgau vor unlösbare Probleme gestellt und in Weinfelden 11:7 gewonnen. Am Dienstagabend in der Espace-Arena in Biglen aber endete das Spiel mit 7:6 zu Gunsten der Ostschweizer.

Thurgauer haben auch Glück in der Startphase

Ein taktischer Spielbeginn führte lange zu wenig Action auf dem Spielfeld. Aus dem Nichts gelang dem Youngster Musio mit einem satten Schuss ins Lattendreieck die Führung für Langnau. Der Gegentreffer verunsicherte Thurgau, sodass ein Feuerwerk von Abschlüssen auf das Tor von Schwarz zurollte. Nebst einigen starken Paraden des Goalies ertönte dreimal in Folge das metallische Geräusch des Thurgauer Gehäuses. Als dann auch noch eine Strafe gegen die Gäste ausgesprochen wurde, ahnte Thurgaus Trainerstab Schlimmes.

Doch es kam anders als gedacht und die Thurgauer trafen kurz nach Abschluss einer eigenen Überzahl zum Ausgleich. Während sich die Tigers im Mitteldrittel an der Thurgauer Abwehr die Zähne ausbissen, vollendeten auf der anderen Seite Lüthi und Papaj ihre Abschlüsse lässig zur 3:1-Führung. Ein schier unglaubliches Langnauer Eigentor bei der Ballmitnahme in der Vorwärtsbewegung führte gar zum 4:1-Pausenstand. Zu Beginn des dritten Drittels zogen die Thurgauer auf 7:2 davon. Als Langnau in der 56. Minute auf 3:7 verkürzte, ahnte noch niemand, dass dieses Spiel nochmals eng werden würde.

«In unserer Situation zählt in erster Linie der Sieg»

Mit drei Toren in den letzten 34 Sekunden (!) der Partie gelang den favorisierten Tigers nochmals der Anschluss. Die Thurgauer aber brachten den Vorsprung letztlich über die Zeit und liegen in der Tabelle weiterhin gleichauf mit Basel, das auswärts gegen Zug nach 0:3-Rückstand noch 4:3 gewonnen hat.

Yannic Fitzi, mit vier Skorerpunkten Thurgaus Matchwinner, sagte am Ende: «Im Kampf um einen Playoff-Platz zählt in erster Linie der Sieg, der sicher verdient ist. Schade dennoch, dass wir in der letzten Minute so stark nachgelassen haben.» Coach Ruotsalainen war mit dem Team zufrieden, haderte indes mit seiner eigenen Leistung gegen Ende des Spiels. «Wir haken die Partie ab und bereiten uns auf den nächsten Kampf am Samstag zu Hause gegen Wiler-Ersigen vor.»

Langnau – Thurgau 6:7 (1:1, 0:3, 5:3)

Espace-Arena, Biglen – 387 Zuschauer.
Tore: 8. Musio (Ewald) 1:0. 20. (19:14) Lankinen (Papaj) 1:1. 27. Lüthi (Rubi) 1:2. 34. Papaj (Kuutsa) 1:3. 37. Yannic Fitzi (Eigentor Langnau) 1:4. 45. (44:16) Yannic Fitzi (Graf/Ausschluss Papaj!) 1:5. 45. (44:44) Siegenthaler (Pfister/Ausschluss Papaj) 2:5. 52. Yannic Fitzi (Lankinen) 2:6. 54. Rubi (Yannic Fitzi/Ausschluss Gerber) 2:7. 56. Matteo Nico Steiner (Schlegel) 3:7. 60. (59:26) Rentsch (Lauber) 4:7. 60. (59:51) Lauber (Rentsch) 5:7. 60. (59:56) Kropf (Gerber) 6:7.
Strafen: je 3-mal 2 Minuten.