Handball
«Brühl-Express» nicht zu stoppen: HSC Kreuzlingen verliert Derby in St. Gallen mit 14 Toren Differenz

Kreuzlingens NLA-Handballerinnen spüren beim 23:37 (11:20) auswärts gegen Brühl St. Gallen die zahlreichen Absenzen. Einige Spielerinnen wurden im Hinblick auf die Finalrunde geschont.

Markus Rutishauser Jetzt kommentieren
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Petra Skoricova (mit Ball, hier im Heimspiel gegen Brühl) und der HSCK blieben in St. Gallen chancenlos.

Petra Skoricova (mit Ball, hier im Heimspiel gegen Brühl) und der HSCK blieben in St. Gallen chancenlos.

Mario Gaccioli (10. September 2022)

Vor dem letzten Spieltag der Hauptrunde verbleiben die Kreuzlingerinnen trotz der zweiten Niederlage in Folge auf dem dritten Tabellenplatz. Das Nachholspiel am Mittwochabend bei Brühl St. Gallen hat aber mit aller Deutlichkeit aufgezeigt, dass die Lücke zu den beiden Spitzenteams Spono Nottwil und Brühl zumindest dann noch gross ist, wenn der HSCK nicht in Bestbesetzung antreten kann. Im Hinblick auf die Finalrunde der besten sechs Teams machte es aber Sinn, die angeschlagenen Stammspielerinnen zu schonen.

Kreuzlingen war auch gewillt, sich mit einem couragierten Auftritt beim Rekordmeister für die 23:36-Niederlage gegen GC Amicitia Zürich zu rehabilitieren. Das 2:0 für Brühl konterten die Thurgauerinnen mit drei Toren in Folge. Bis zum 8:7 (17.) vermochten sie den Favoriten zu fordern. Dann schlichen sich aber zu viele technische Fehler ein, was Brühl postwendend bestrafte.

Kurz vor der Pause zieht Brühl resultatmässig davon

In der Offensive war es augenscheinlich, dass den Kreuzlingerinnen verletzungsbedingt auf der linken Seite eine gelernte Rückraumspielerin fehlt. Vor der Pause spielte sich Brühl St. Gallen dann in einen Rausch. Dank einer 6:1-Torserie in den letzten fünf Minuten der ersten Halbzeit setzte sich der Favorit wegweisend auf 20:11 ab. Auch wenn der HSCK nach Wiederbeginn etwas besser mithalten konnte, wurde schnell einmal klar, dass an diesem Tag eine Überraschung ausser Reichweite liegt.

Der «Brühler Express» liess sich nicht mehr einbremsen. Angeführt von einer überragenden Laurentina Wolff (9 Tore) erhöhten die St. Gallerinnen ihren Vorsprung kontinuierlich. Dieser deutliche Spielverlauf veranlasste wiederum die Kreuzlinger Trainerin Kristina Ertl-Hug, möglichst allen Spielerinnen Einsatzzeit zu ermöglichen, wie beispielsweise auch der jungen Torhüterin Alenya Zehnder mit Jahrgang 2005.

Letztes Qualispiel daheim gegen Titelhalter Spono

Zum Abschluss der Hauptrunde empfangen die Kreuzlinger NLA-Handballerinnen am Samstag um 18.00 Uhr den Titelverteidiger und Co-Leader Spono Nottwil in der Sporthalle Egelsee.

Am Mittwochabend kassierten auch die NLA-Männer des HSC Kreuzlingen eine Niederlage. In einem weiteren Testspiel trafen verloren sie gegen den österreichischen Erstligisten Bregenz mit 24:29.

Brühl St.Gallen – Kreuzlingen 37:23 (20:11)

Kreuzbleiche – 250 Zuschauer.
Strafen: 2-mal 2 Minuten gegen Brühl, 1-mal 2 Minuten gegen Kreuzlingen.
Brühl St.Gallen: Schlachter (1.-52./8 Paraden), Stark (52.-60./3 Paraden); Kernatsch (2), Pavic (2), Ackermann, Altherr (4), Wolff (9/3), Tomasini (3), Schmid (4), Mosimann (1), Lüscher (3), Gutkowska, Hess (4), Zürni, Baric (2), Simova (3).
Kreuzlingen: Siggaard (1 Parade), Wörner (0), Zehnder (2, davon 1 Penalty); Kamplemühler (4), Skoricova (4), Klein, Rothacker (1), Marku (8/2), Blanke (4/4), Stadelmann, Novotna, Heinstadt (2).
Bemerkungen: Kreuzlingen ohne Kikanovic, Schalko, Weidmann (alle verletzt) und Rakaric (nicht im Aufgebot). – Penaltys: Brühl 3/4, Kreuzlingen 6/7.

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