Fussball-WM
Für FCSG-Goalie Zigi und Ghana ist die WM vorbei – der Torhüter lässt auch Uruguays Träume platzen

Ghana verliert an der WM das letzte Vorrundenspiel gegen Uruguay mit 0:2 und beendet die Gruppenphase auf dem letzten Rang. Die Südamerikaner scheitern trotz des Sieges ebenfalls – auch wegen St.Gallens Goalie Lawrence Ati Zigi.

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Ghanas Torhüter Lawrence Ati Zigi gegen Uruguays Darwin Nunez.

Ghanas Torhüter Lawrence Ati Zigi gegen Uruguays Darwin Nunez.

Bild: Tolga Bozoglu/EPA

Lange befand sich Uruguay auf gutem Weg. Die Mannschaft um den 35-jährigen Stürmer Luis Suarez führte gegen harmlose Westafrikaner mit 2:0, als Südkorea im anderen Gruppenspiel gegen Portugal in der 91. Minute das 2:1 erzielte.

Nun benötigten die Uruguayer, die nach der beruhigenden Führung lange nicht mehr viel in ihre Offensive investiert hatten, dringend ein drittes Tor, um das Vorrunden-Out noch zu verhindern.

Zigi reagiert dreimal stark

Nachdem Zigi in der 89. Minute einen Kopfball des eingewechselten Edinson Cavani reflexschnell abgewehrt hatte – Cavani stand allerdings im Abseits – machte der 26-jährige Ghanaer in der 95. Minute Uruguays in jener Phase beste Möglichkeit zunichte, als er einen Weitschuss von Sebastián Coates brillant parierte.

Schon in der 70. Minute war Zigi im Mittelpunkt gestanden: Einen Abschluss aus 18 Metern von Real Madrids Federico Valverde klärte der Torhüter stark. Der Ball war noch vor St.Gallens Goalie aufgesprungen.

Ghana vergibt einen Penalty fahrlässig

Bei den Gegentoren blieb Zigi weitgehend machtlos, vor dem ersten Gegentreffer wehrte er allerdings etwas ungünstig zur Seite ab. Schwachpunkt an diesem Nachmittag in Katar war Ghanas Abwehr, die den Torhüter oft im Stich liess.

Begonnen hatte die Partie für die Mannschaft von Trainer Otto Addo gut. Bereits in der 21. Minute erhielt sie nach einer Intervention des Videoschiedsrichters einen Penalty zugesprochen, den André Ayew aber zu schwach trat und Uruguays Goalie Sergio Rochet nicht wirklich forderte.

Danach verlor Ghana den Faden und blieb in der Offensive ohne Durchschlagskraft. In der 26. und 32. Minute bestrafte Giorgian de Arrascaeta die Nachlässigkeiten der Afrikaner in der Defensive.

Untröstlich: Uruguays Luis Suarez.

Untröstlich: Uruguays Luis Suarez.

Bild: Themba Hadebe/AP

Zwölf Jahre nach dem Skandalspiel von Johannesburg, das Suarez beim Gegner zur persona non grata gemacht hatte, bereitete der Altmeister beide Tore vor. Am Ende aber brachte ihm und dem Team das nichts ein.

Im Viertelfinal 2010 hatte Suarez gegen die Ghanaer auf der Torlinie mit einem Handspiel das sichere 1:2 verhindert. Suarez sah die rote Karte, Asamoah Gyan vergab den fälligen Penalty – und Uruguay setzte sich schliesslich im Elfmeterschiessen durch. (pl/sid)