Astra
Bund muss nachbessern: Die mobile Baustellenbrücke auf der A1 wird für fast 5 Millionen Franken optimiert

Die sogenannte «Astra-Bridge» bei Luterbach (SO) musste nach drei Monaten wieder abgebaut werden. Die Rampen waren zu steil für die Lastwagen, das führte zu Stau. Nun bessert das Bundesamt für Strassen nach. Eingesetzt wird die angepasste Brücke allerdings frühestens in einem Jahr.

Drucken
Die mobile Baustellenbrücke auf der A1 bei Solothurn kommt erst im Frühjahr 2024 wieder zum Einsatz.

Die mobile Baustellenbrücke auf der A1 bei Solothurn kommt erst im Frühjahr 2024 wieder zum Einsatz.

Bild: Bruno Kissling

Der Verkehrsfluss beim Piloteinsatz der mobilen Baustellenbrücke auf der A1 hat sich «nicht wie gewünscht eingependelt». Die Rampen waren zu steil für die Lastwagen, das führte zu Stau. Deshalb musste das Bundesamt für Strassen (Astra) das Pilotprojekt auf dem Abschnitt Recherswil-Luterbach (SO) im vergangenen Juni nach nur knapp drei Monaten abbrechen.

Wie das Astra am Freitag mitteilte, werden nun für einen erneuten Einsatz die Rampen verlängert und die Neigung optimiert. Erste Tests hätten gezeigt, dass die Brücke dank der Nachbesserung «von allen Fahrzeugen ohne Einschränkungen mit den erlaubten 60 km/h befahren werden konnte», schreibt das Astra in der Mitteilung weiter.

Bauliche Anpassung dauert über ein Jahr

Bis die mobile Brücke allerdings wieder im Einsatz steht, dauert es noch eine Weile. Das Astra rechnet mit einem erneuten Aufbau im Frühjahr 2024. Dann soll die Brücke wie ursprünglich beabsichtigt dazu beitragen, dass der Verkehrsfluss garantiert und Stau vermieden werden kann. Denn bei der Astra-Bridge finden die Sanierungsarbeiten unterhalb der Brücke statt. Bis 2024 sind auf dem entsprechenden Autobahnabschnitt keine anderen Bauarbeiten geplant.

Für die Entwicklung und den Bau der Brücke gab das Astra rund 20 Millionen Franken aus. Die nun anfallenden Kosten für die bauliche Anpassung der Brücke belaufen sich auf 4,7 Millionen Franken. Das Astra bezeichnet diesen Aufwand als «Investition in die Zukunft». Schliesslich sei die Astra-Bridge «ein neuartiger Ansatz in der Unterhaltstechnik als Antwort auf die stetig kürzeren verfügbaren Zeitfenster für Nachtarbeiten». Sie garantiere eine höhere Sicherheit sowohl für die Bauarbeiter als auch für die Verkehrsteilnehmerinnen, so das Astra. (chi)