Weinfelden
Vor einem Jahr gebaut und schon zu klein: Schulhaus braucht vielleicht bald Provisorien

Das Schulhaus Martin Haffter ist noch nicht mal ein Jahr alt und schon platzt es aus allen Nähten. Denn der Schulraum wurde beim Neubau nicht erweitert. Nun könnte es sein, dass bald vier Pavillons zusätzlich auf dem Schulplatz stehen.

Sabrina Bächi
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Der neue Campus des Martin-Haffter-Schulhauses.

Der neue Campus des Martin-Haffter-Schulhauses.

Bild: Mario Testa

Erst vor einem halben Jahr haben die Schülerinnen und Schüler ihre neuen Klassenzimmer im Martin-Haffter-Schulhaus bezogen. Und schon herrscht Platzmangel. Wie das alte Schulhaus waren im Neubau 12 Klassenzimmer vorgesehen. Neu hinzukommen sollten etwa Gruppenräume. Doch anstatt 12 werden bereits 13 Klassen im Schulhaus unterrichtet. Das Szenario, dass mehrere Provisorien auf dem Schulgelände aufgestellt werden müssen, sei «nicht mehr so fremd», sagt Schulpräsident Thomas Wieland.

Das Gebiet rund um das Martin-Haffter-Schulhaus hat aufgrund hoher Bautätigkeit einen Zuwachs an schulpflichtigen Kindern erfahren. Auch von den ukrainischen Flüchtlingskindern würden wohl viele in Martin Haffter eingeschult. Dass einige von ihnen auch im nächsten Schuljahr noch da sind, sei nicht unwahrscheinlich, meint der Schulpräsident.

Bis zu vier Provisorien wären möglich

Thomas Wieland, Präsident Schulgemeinde Weinfelden

Thomas Wieland, Präsident Schulgemeinde Weinfelden

Bild: Andrea Stalder

«Wir würden dann zwei, vielleicht eher vier Pavillons aufstellen, damit wir beispielsweise die Integrationsklassen dort unterbringen könnten», sagt er. Denn die derzeitigen Räume für die Integrationsklassen seien auch nur Provisorien. Beim Elisabetha-Hess- sowie auch im Paul-Reinhart-Schulhaus gäbe es eher die Möglichkeit, Schulraum anzubauen. Beim Martin Haffter nicht.

«Würde ich heute das Schulhaus bauen, würde ich wahrscheinlich provisorischen Schulraum hinzu planen. Aber der Schülerzuwachs war damals noch nicht absehbar.»

Man habe neu gebaut, weil es günstiger kam als eine Sanierung des alten Gebäudes. Zudem ergab damals eine Analyse, dass nicht mehr Schulraum nötig ist. In den sechs Jahren seither habe sich vieles geändert. «Ich selbst habe 2015 gesagt, dass wir nicht mehr Schulraum brauchen. Aber Weinfelden ist gewachsen und wir müssen mitwachsen.»