Weinfelden
Nicht alle Stellen besetzt im Alterszentrum – die Pandemie hat Spuren hinterlassen

Das Alterszentrum Weinfelden hat an der Genossenschaftsversammlung alle Traktanden einstimmig gutgeheissen. Informiert wurde auch über die Herausforderungen vom vergangenen Jahr.

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Das Alterszentrum Weinfelden.

Das Alterszentrum Weinfelden.

Bild: Donato Caspari

Durch die Coronapandemie und den Weggang des Geschäftsführers war das Alterszentrum Weinfelden (AZW) im vergangenen Jahr besonders gefordert. Der ehemalige Geschäftsführer hat das AZW im Herbst 2021 nach acht Jahren verlassen, weil er sich für die Umsetzung der Zwangsmassnahmen von Bund, Kanton und Verwaltungsrat nicht weiter einspannen lassen wollte, wie er damals in einem Brief schrieb. Die Leitung übernahm deshalb interimsmässig Alexandra Beck (unsere Zeitung berichtete). Doch nicht nur der Weggang des Geschäftsführers, auch der Fachkräftemangel beim Pflegepersonal hinterliess seine Spuren im AZW. So konnten nicht alle Stellen besetzt werden.

Die jährliche Genossenschaftsversammlung Ende Juni wurde durch die Vorstellung des neuen Geschäftsführers Roger Mathis eingeleitet. Er wurde von Interimsleiterin Alexandra Beck bereits in die aktuellen Themen eingeführt. Das Kennenlernen der Mitarbeitenden und der Bewohnenden sowie die Priorisierung der Pendenzen prägten seine Einarbeitungszeit. In den Bereichen Administration und Technik wechselte die Leitung, schreibt das AZW in einer Mitteilung.

Alexandra Beck, Interimsleitung im AZW

Alexandra Beck, Interimsleitung im AZW

Bild: Monika Wick

Personalrekrutierung bleibt schwierig

Alexandra Beck, Leiterin Pflege und Betreuung, orientierte über die wichtigsten Herausforderungen des vergangenen Jahres. So wurden in allen Abteilungen eine Teamleitung sowie eine Stellvertretung eingesetzt. Die Covidpandemie war geprägt von Massnahmen des Bundes und des Kantons. «Die vielen Krankheitsausfälle beim Personal waren eine grosse Belastung für das Team. Auch die Personalrekrutierung war und bleibt sehr schwierig», sagt sie.

Die Genossenschaftsmitglieder stimmten allen Traktanden einstimmig zu. So schliesst die Jahresrechnung 2021 mit einem Gewinn von 831’055 Franken. Der Ersatz der Gas- und Schnitzelheizung wird im Oktober abgeschlossen sein. Neu wird eine Wärmepumpe mit Grundwassernutzung das AZW heizen. Martin Briner, Verwaltungsratsmitglied, dankte allen Mitarbeitenden und der Präsidentin, Heidi Güttinger, für den riesigen Einsatz während der Zeit ohne Geschäftsführung. (red)