Weinfelden
Ein Dutzend Einsätze weniger: Feuerwehr Weinfelden hat ein ruhiges Jahr hinter sich

64 Einsätze – ein Dutzend weniger als vor zwei Jahren – leistete die Feuerwehr Weinfelden im vergangenen Jahr. Am Schlussrapport durfte Kommandant Jürgen Bröll 13 neue Feuerwehrleute begrüssen und sechs befördern.

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Stadtrat Hans Eschenmoser befördert Dominic Tobler zum Leutnant. Im Hintergrund diskutieren Kommandant Jürgen Bröll und Vizekommandant Beni Fretz.

Stadtrat Hans Eschenmoser befördert Dominic Tobler zum Leutnant. Im Hintergrund diskutieren Kommandant Jürgen Bröll und Vizekommandant Beni Fretz.

Bild: PD

«Ich bin wirklich happy, dass wir den Schlussrapport wieder durchführen können. Ich werde wohl in die Geschichte als derjenige Kommandant eingehen, der mehr Dienstjahre als Schlussrapporte zu verzeichnen hat», sagt Kommandant Jürgen Bröll zu den Gästen und seinen Feuerwehrkameraden am Samstagabend im Thurgauerhof in Weinfelden und zieht Bilanz über das vergangene Jahr.

Die Feuerwehr habe alle ihre Themenschwerpunkte umgesetzt und die für das Berichtsjahr gesteckten Ziele mehrheitlich erreicht. Mit 64 Einsätzen verzeichnete die Feuerwehr Weinfelden ein leicht überdurchschnittliches Jahr, wenn es auch deutlich ruhiger war als noch 2021 mit zwölf Einsätzen mehr. Der grösste und längste Einsatz war die Feuerbekämpfung bei der Firma Model anlässlich des Brandes der Kartonballen.

Als Zielsetzung für das begonnene Feuerwehrjahr nennt Jürgen Bröll die Sicherstellung der Einsatzbereitschaft. Für grosse Freude sorgt im Saal seine Mitteilung, dass der Übungssold auf 20 Franken pro Stunde und der Einsatzsold auf 40 Franken pro Stunde angehoben wird.

18'000 geleistete Stunden

«Das Vertrauen in die Feuerwehr ist sehr gross und auf die Frauen und Männer der Feuerwehr ist Verlass», sagt Stadtpräsident Max Vögeli in seiner Ansprache. Er erwähnt die im Ausland stattgefundenen Ausschreitungen an der Silvesternacht, kritisiert die Migrationspolitik und die zunehmende Gewalt gegenüber Einsatzkräften. «Es gilt diese Vorkommnisse auch in unserem Land zu bekämpfen.»

Stadtpräsident Max Vögeli spricht zu den Feuerwehrleuten.

Stadtpräsident Max Vögeli spricht zu den Feuerwehrleuten.

Bild: PD

Vögeli bedankt sich bei den 66 Feuerwehrleuten für die Einsätze und Übungen im Verlaufe des vergangenen Jahres mit insgesamt 18'000 Einsatzstunden. Wichtig in der Feuerwehrarbeit sei die Vorbildfunktion, eine offene Kommunikation, klare Zielsetzungen und die Kameradschaft. «So sollte es gelingen, auch in Zukunft junge Leute für die Feuerwehr zu begeistern», sagt Vögeli. (red)

Beförderungen und Ehrungen

Am Schlussrapport beförderten Stadtrat Hans Eschenmoser und Kommandant Jürgen Bröll zehn Feuerwehrleute. Unter anderen einen neuen Leutnant, zwei neue Korporale sowie vier neue Gefreite. Für ihren langjährigen Einsatz ehren sie Jürgen Dombrowski (30 Jahre); Daniel Fuchs, Tamara Hugentobler und Felix Roman (20 Jahre) sowie Jakob Brauchli, Etienne Kauth, Silvana Samb und Katja Steiger (10 Jahre). Aus dem Team verabschieden und ebenfalls ehren sie zwölf Personen mit zusammen über 120 Dienstjahren.

Am 19. Januar findet im Sicherheitszentrum ein Informationsabend statt, um neue Feuerwehrangehörige zu rekrutieren.