Standortförderung
Arbon stellt sich mit einer neuen Imagekampagne ins Rampenlicht

Politik und Wirtschaft wollen die Vorzüge der Stadt als Wohn- und Arbeitsort sowie als Tourismusdestination besser gegen aussen tragen.

Markus Schoch
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Arbon soll mehr Aufmerksamkeit erhalten: Am Montag stellten die Stadt und Wirtschaftsvertreter die neue Standortkampagne vor.

Arbon soll mehr Aufmerksamkeit erhalten: Am Montag stellten die Stadt und Wirtschaftsvertreter die neue Standortkampagne vor.

Bild: Donato Caspari

«Es ist Zeit für neue Erfolgsgeschichten», sagt Stadtpräsident René Walther. «In Arbon herrscht eine unglaubliche Dynamik in der Entwicklung.» Aus diesem Grund haben die Arbeitgebervereinigung Region Arbon (AVA), das Gewerbe Thurgau oberer Bodensee (GTOB) und die Stadt gemeinsam mit weiteren Partnern die «Initiative Zukunft Arbon» ins Leben gerufen. Sie ist nach Angaben der Beteiligten einzigartig im Thurgau.

Es gehe darum, die Stärken von Arbon noch besser sichtbar zu machen, sagte Walther am Montag bei der Präsentation der neuen Standortförderungskampagne. Auswärtige wüssten noch zu wenig Bescheid über die Besonderheiten der Stadt, die noch nicht die Beachtung habe, die sie eigentlich verdiene. Ziel des Projektes ist es, möglichst grosse Aufmerksamkeit in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft zu erregen, aber auch die Identifikation der Bevölkerung mit ihrem Wohnort zu stärken und die Zusammenarbeit vor Ort und in der Region zu verbessern.

Arbon muss sich nicht verstecken

Projektleiter Samuel Struhs.

Projektleiter Samuel Struhs.

Bild: Donato Caspari

Arbon biete spannende Arbeitsplätze, punkte mit individuellen Wohnformen, glänze mit einem attraktiven Kulturangebot und sei ein aufstrebender Wirtschaftsraum, heisst es auf der Website www.zukunftarbon.ch, die am Montag aufgeschaltet worden ist. In einem Blog werden dort die von Walther erwähnten Erfolgsgeschichten erzählt. Ausserdem erhalten Neuzuzüger, Arbeitnehmer, Touristen und Unternehmer auf der Plattform alle wichtigen Informationen, die ihnen helfen, sich schnell zurechtzufinden. Arbon habe allen Grund, selbstbewusst beziehungsweise selbstbewusster aufzutreten, sagt Projektleiter Samuel Struhs, der persönlicher Mitarbeiter des Stadtpräsidenten ist.

Philip Scarth, General Manager der FPT Motorenforschung.

Philip Scarth, General Manager der FPT Motorenforschung.

Bild: Donato Caspari

Diverse Firmen in Arbon unterstützten die Initiative. Philip Scarth, der General Manager der FPT Motorenforschung, sagt:

«Wir möchten die besten Techniker und Ingenieure der Welt nach Arbon holen und sie auf Dauer im Betrieb halten.»

Er erhoffe sich einiges von der Vorwärtsstrategie. Sie sei nötig, um im Standortwettbewerb mithalten zu können.

Auch Ipek Demirtas, CEO der im Küchenbau tätigen Forster Swiss Home AG, begrüsst die Kampagne. «Unsere Region bietet vieles, was Menschen zum Leben und Arbeiten suchen.» Arbon sei ein einmaliger Ort.

Ipek Demirtas, CEO der Forster Swiss Home AG.

Ipek Demirtas, CEO der Forster Swiss Home AG.

Bild: Donato Caspari
«Wir dürfen stolz sein.»

Nun müsse es gelingen, eine Siegermentalität zu entwickeln und den Wunsch bei möglichst vielen zu wecken, Teil der Aufbruchbewegung zu werden. Dazu beitragen soll nicht zuletzt ein sogenanntes Partnerprogramm, das die Zusammenarbeit über Organisationsgrenzen hinweg fördern soll.

Die Stadt ist in die finanzielle Vorleistung gegangen

Bis jetzt sind Kosten von rund 160'000 Franken aufgelaufen, fürs nächste Jahr sind 100'000 Franken budgetiert. Die Stadt Arbon ist in die finanzielle Vorleistung gegangen. «Wir schätzen dieses Engagement ungemein», sagte Arbeitgeber-Präsident Dennis Reichardt. Mittel- und langfristig wolle sich auch die Wirtschaft an den Kosten beteiligen.

Stadtpräsident René Walther.

Stadtpräsident René Walther.

Bild: Donato Caspari

Auch die Region Oberthurgau ist daran, eine regionale Standortförderung aufzubauen. Die Initiative in Arbon durchkreuze die Pläne nicht, sondern ergänze sie, betonten die Beteiligten am Montag. Das Vorgehen sei mit den anderen Gemeinde- und Stadtpräsidenten abgesprochen.