Regionalfussball
Selin-Roth-Fest-Spiele in Bütschwil: Die Ebnat-Kappler Frauen werfen FF Toggenburg mit 4:3 aus dem Cup - Selin Roth schiesst alle vier Tore

Zum Abschluss des Fussballjahres standen sich im Viertelfinale des Ostschweizer Cups FF Toggenburg und die Ebnat-Kappler Frauen gegenüber. Aufgrund der Leistungen im Herbst war das Heimteam klarer Favorit. Es kam anders, die Obertoggenburgerinnen schafften eine saftige Überraschung.

Beat Lanzendorfer
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Selin Roth, rechts, hier im Laufduell mit Maurine Gübeli, schoss alle Ebnat-Kappler Tore. Rechts hinten Melanie Thalmann. Sie traf für FF Toggenburg zweimal.

Selin Roth, rechts, hier im Laufduell mit Maurine Gübeli, schoss alle Ebnat-Kappler Tore. Rechts hinten Melanie Thalmann. Sie traf für FF Toggenburg zweimal.

Bild: Beat Lanzendorfer

Was würden die Ebnat-Kappler Frauen nur ohne Selin Roth machen? Was die 27-Jährige beim 4:3-Cupsieg gegen FF Toggenburg am Sonntag auf der Bütschwiler Breite ablieferte, war Extraklasse. Mit ihren vier Toren schoss sie den Favoriten praktisch im Alleingang ab.

Somit bewahrheitete sich die Aussage von FF Toggenburg-Trainer Stefan Scherrer, der im Vorfeld einen umstrittenen Kampf erwartete. Dass er aus dem Duell allerdings als Verlierer herausgehen würde, hatte er sich kaum ausgerechnet.

Dadurch endet für den souveränen 2.-Liga-Leader das Jahr mit einer Enttäuschung. Die Ebnat-Kappler Frauen hingegen dürfen als Halbfinalist nach 2019 weiterhin von der zweiten Endspielteilnahme im Ostschweizer Cup träumen. Das Finale geht im Mai 2023 über die Bühne.

Der Aussenseiter kann in der Startphase vorlegen

Die Partie begann ganz nach dem Geschmack der Gäste, als Selin Roth nach 16 Minuten mit dem 0:1 erstmals ihrer Torjägerqualitäten unter Beweis stellte. Der Favorit wusste darauf die richtige Antwort und glich kurz darauf durch Melanie Thalmann zum 1:1 aus. Bei diesem Spielstand wurden die Seiten gewechselt. Roth brachte den Aussenseiter nach 55 Minuten erneut in Führung, worauf wiederum Thalmann der Ausgleich gelang. Als Roth bis zur 78. Minute noch zweimal zuschlug, schien die Sache gelaufen.

Spannung kam dann nochmals auf, weil Alexandra Brändle nach 80 Minuten der Anschlusstreffer gelang. In der hektischen Schlussphase drückten die Einheimischen mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln auf den Ausgleich, es blieb letztlich beim Versuch. Entsprechend gross war die Freude bei den Ebnat-Kappler Frauen, die mit dem Sieg einen veritablen Coup landeten.