Kommentar
Frauenfelds Stadtpräsident Anders Stokholm schenkt der Bevölkerung mit Präsidium des Schweizerischen Städteverbandes reinen Wein ein

Anders Stokholm ist fürs Präsidium des Schweizerischen Städteverbands (SSV) nominiert. Dort soll der Frauenfelder Stadtpräsident Ende August Kurt Fluri beerben. Damit erneuert Stokholm nach der deutlichen Unvereinbarkeitsabstimmung im Herbst sein Bekenntnis zur Stadt Frauenfeld.

Samuel Koch
Samuel Koch
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Stadtpräsident Anders Stokholm während einer Infoveranstaltung zu den kommunalen Verkehrsabstimmungen Mitte Mai.

Stadtpräsident Anders Stokholm während einer Infoveranstaltung zu den kommunalen Verkehrsabstimmungen Mitte Mai.

Bild: Tobias Garcia

Mit allergrösster Wahrscheinlichkeit stellt die Stadt Frauenfeld ab Ende August den höchsten Schweizer Städter. Stadtpräsident Anders Stokholm soll die Nachfolge von Kurt Fluri als Präsident des Schweizerischen Städteverbandes (SSV) antreten. Die Wahl Stokholms gilt als unbestritten, schlägt ihn doch der Vorstand des SSV gleich selbst vor.

Mit diesem Entscheid erneuert Anders Stokholm gleichzeitig sein Bekenntnis zur Stadt Frauenfeld. Seit der deutlichen Annahme der Unvereinbarkeitsregelung des Stadtpräsidiums mit einem Mandat in Bundesbern vom letzten Herbst geisterten in Frauenfeld immer wieder Fragen herum, ob sich Stokholm mit einem Platz auf der FDP-Liste für die National- oder Ständeratswahlen 2023 politisch ins Abseits stellt.

Dieser delikaten Angelegenheit kommt Stokholm nun zuvor, indem er beim SSV ein Mandat annimmt, das er langfristig zu besetzen denkt. Damit schenkt er der Frauenfelder Bevölkerung früh genug reinen Wein ein. Meint er es mit seinem Bekenntnis zur Stadt Frauenfeld ernst, verzichtet er auf eine Kandidatur für einen Platz in Bern. Alles andere wäre fragwürdig.