Glosse
GPS-Bändeli um den Hals von Büsis und Stadtratsmitgliedern in Frauenfeld

Murgspritzer-Kolumne über neuem Braui-Bier aus der Dose, über ungehaltene Blasphemie-Vorwürfe und über neue Halsbändeli, welche die Kandidaturen für den Frauenfelder Stadtrat erschweren dürften.

Samuel Koch
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Leuli & Fräuli während er Empfangsfeier für die Frauenfelder Grossratspräsidentin Barbara Dätwyler.

Leuli & Fräuli während er Empfangsfeier für die Frauenfelder Grossratspräsidentin Barbara Dätwyler.

Bild: Samuel Koch (18.05.22)

Ferien hin oder her, ein kühles Blondes ist bei diesen tropischen Temperaturen nie verkehrt. Ob der Hopfensaft nun aus Glas oder einer Alu­dose die getrocknete Kehle befeuchtet, sei’s drum! Hauptsache, der Bierlieferant des Vertrauens hält die Produktion am Laufen. Ob der nun «Braui» oder Back heisst, liebe(r) anonyme(r) Betreiber(in) des Instagram-Profils meff_memes_fuer_frauenfeld. Blasphemisch ist was anderes, ungefragt und illegal lizenzpflichtige Fotos zu verwenden!

In den sozialen Medien Frauenfelds kennt man sich offensichtlich aus mit Ketten um den Hals. Logo, mit Fräuli & Leuli. Kein Wunder gibt’s in Frauenfeld Tierlibesitzer, die ihren Büsi Halsketten mit GPS-Sendern umlegen, damit man erfährt, wenn ihre Büsi für Streicheleinheiten und einen vollen Fressnapf fremdgehen.

Die Idee tönt so verlockend, dass sie auch in der Politik angewendet werden könnte. Lasst den Damen und Herren Stadträten ein GPS-Bändeli um den Hals binden, damit das Volk immer weiss, wo sie sich gerade herumtreiben. Nur aspiriert dann wohl bald niemand mehr für eines der Ämtli im Rathaus.