Energiekrise
Befürchtete Strommangellage: Diessenhofen setzt Fachausschuss ein, beschränkt Weihnachtsbeleuchtung und belohnt fleissige Stromsparer

Auf der sicheren Seite: Die Stadtgemeinde Diessenhofen hat einen Fachausschuss für die Energiemangellage ins Leben gerufen und startet einen Wettbewerb für ihre Strom- und Gasbezüger.

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Andreas Zimmermann (links), Technischer Leiter der Wasserversorgung Diessenhofen, und Markus Birk, Stadtpräsident und Präsident der Werke Diessenhofen, vor einem Notstromaggregat.

Andreas Zimmermann (links), Technischer Leiter der Wasserversorgung Diessenhofen, und Markus Birk, Stadtpräsident und Präsident der Werke Diessenhofen, vor einem Notstromaggregat.

Bild: PD

Die Stadtgemeinde Diessenhofen ist bestrebt, mit Vorkehrungen und Massnahmen eine mögliche Energiemangellage abzuwenden. Sie hat dafür einen Fachausschuss gegründet. Aktuell geht es darum, dass in Form einer Eventualplanung die Szenarien durchdacht, allfällige Massnahmen vorbereitet und bei einem wirklichen Eintreten die Überlegungen aus einer Schublade gezogen werden können, heisst es in einer Mitteilung.

Der Ausschuss habe dabei festgestellt, dass die kritischen Infrastrukturen, namentlich die Trinkwasserversorgung und der Abwasserzweckverband, auch bei einer Energieabschaltung mit Massnahmen weiter betrieben werden können.

Siegelturm und diverse Hausfassaden bleiben dunkel

Bezüglich Energiesparmassnahmen hat die seit 2007 zertifizierte Energiestadt Diessenhofen beschlossen, die Weihnachtsbeleuchtung in der Altstadt zeitlich begrenzt von 17 bis 22 Uhr respektive von 6 bis 7.30 Uhr zu betreiben. Der Stadtrat sieht es als legitim und vertretbar, wenn private Weihnachtsbeleuchtungen in dieser Zeit ebenfalls brennen.

Es soll allerdings darauf geachtet werden, dass nur LED- und Stromsparleuchten Verwendung finden. Auf die Beleuchtung des Siegelturms sowie diverser Hausfassaden wird vollumfänglich verzichtet. Die Strassenbeleuchtung werde entsprechend der kantonalen Empfehlung minimiert. Am Jahrmarkt sind Heizstrahler verboten. In öffentlichen Gebäuden werden die Heiztemperaturen gesenkt. Zudem macht der Stadtrat auf die Sparempfehlungen des Bundes aufmerksam.

Wettbewerb motiviert zum Energiesparen

Als weitere Motivationsspritze zum Sparen von Energie startet die Stadtgemeinde einen Wettbewerb bei Strom- und Gasbezügern. Wer im Vergleich zur ersten Abrechnungsperiode 2022 viel Energie einspart, bekommt einen Preis. Die Stadtgemeinde will über Teilnahmebedingungen wieder informieren. (red)