Romanshorn
Viele Eschen sind krank: Forstwarte suchen Ersatz für die Bäume

Auf Einladung der Grünen Romanshorn liessen sich 16 Interessierte vom neuen Förster Renato Stracka auf einen informativen Spaziergang durch den Romanshorner Wald mitnehmen.

Markus Bösch
Drucken
Auf einem Rundgang erklärt Förster Renato Stracka den Anwesenden, wie der Romanshorner Wald funktioniert.

Auf einem Rundgang erklärt Förster Renato Stracka den Anwesenden, wie der Romanshorner Wald funktioniert.

Bild: Markus Bösch

Zusammen mit seinen Forstwarten und den Lehrlingen wirkt Renato Stracka als neuer Förster und Betriebsleiter seit November im Romanshorner Wald. Zu seinen Aufgaben gehören die Waldpflege, die Holznutzung und die Nachzucht von Eichen sowie Baumhasel und Ulmen. Er sagt:

«In unserem Pflanzgarten setzen wir etwa 14'000 Stieleichen, 7000 davon verkaufen wir weiter.»

Wichtig sei dabei die Vitalität der Bäume als oberstes Qualitätsmerkmal. Etwa 600–700 Ster Brennholz sind im Wald gestapelt, momentan sind es vor allem Eschen.

Etwa einen Drittel des Baumbestandes macht die Esche als sogenannter «Brotbaum» aus. Weil aber viele von der Eschenwelke betroffen sind, sind Nachfolgebäume gesucht. Linde und Ahorn werden ausprobiert. Doch so einfach ist ein Ersatz der Esche nicht.

Angesprochen auf jetzt steigende Energiepreise und allenfalls eine höhere Nachfrage nach Brennholz, sagt Stracka: «Die Nutzungshöhe ist festgeschrieben und gekoppelt an den Zuwachs. Dieser beträgt etwa 1400 Kubikmeter pro Jahr.» Im neuen, kantonalen Waldentwicklungsplan sind vier Waldfunktionen festgehalten. Und im Rahmen von Naturschutz und Biodiversität gibt es auch im Romanshorner Wald Gebiete mit Total- und Teilverzicht und sogenannte Eichenförderungsflächen.

Grüne empfehlen Celina Hug für den Stadtrat

Im Anschluss an die öffentliche Waldbegehung führte die Grüne Partei Romanshorn ihre Jahresversammlung im Forsthof durch. Nach intensiver Diskussion zur bevorstehenden Stadtratsersatzwahl empfehlen die Grünen Celina Hug zur Wahl: Sie sei Vertreterin der jungen Generation und gehöre mit der GLP einer Partei an, die sich für grüne Anliegen einsetzt. Nach Ansicht der Grünen vermochte sie mit ihrer Art und ihren Positionen am meisten zu überzeugen. Es sei wichtig, dass der Stadtrat breit aufgestellt sei, um zukunftsweisende Projekte umsetzen zu können. (mb)