Ortsplanung
Nach Kritik vom Kanton am Romanshorner Hafenhotel: Die Beteiligten arbeiten mit Hochdruck an einer Lösung

Neue Bewegung im Streit um das Romanshorner Hafenhotel: Die Schweizerische Bodensee Schifffahrt AG (SBS) als Bauherrin überarbeitet jetzt die Volumetrie und die Architektur des Gebäudes.

Markus Schoch
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Im rot umrandeten Bereich ist das Hafenhotel geplant.

Im rot umrandeten Bereich ist das Hafenhotel geplant.

Bild: PD

Die Stadt will auf ihrem Teil der Hafenpromenade ein Dienstleistungsgebäude mit Platz für einen Gastronomiebetrieb sowie kleinen Dienstleistern bauen. Die Schweizerische Bodensee Schifffahrt AG (SBS) ihrerseits plant auf ihrer Parzelle ein Hotel. Die Rahmenbedingungen für beide Projekte sind in einem Gestaltungsplan festgelegt.

Im Rahmen der Mitwirkung dazu sind bei der Stadt sechs Eingaben aus der Bevölkerung eingegangen, heisst es in einer Mitteilung. Das kantonale Departement für Bau und Umwelt habe zudem seinen Vorprüfungsbericht an die Stadt gesandt. Die Planungen würden im Grundsatz gelobt, schreibt die Stadt.

«Speziell zu erwähnen ist, dass die geplanten städtebaulichen Akzente zu Angebotserweiterungen in den Bereichen Beherbergung, Gastronomie und Freizeiterlebnisse in unmittelbarer Nähe des Sees und des Bahnhofs führen können. Dies entspricht der aktualisierten kantonalen Tourismusstrategie 2020», heisst es unter anderem im kantonalen Bericht.

Hotelpläne leben weiter

Insbesondere beim Neubau des Hotels seien aber Anpassungen nötig. Das zur Diskussion stehende Projekt stiess bei den zuständigen Stellen in Frauenfeld in verschiedener Hinsicht auf Widerstand, wie letzte Woche bekannt geworden ist. Es sei grundsätzlich zu überarbeiten, fordert das Amt für Raumentwicklung im Vorprüfungsbericht. Bei der SBS kam die vernichtende Rückmeldung des Kantons gar nicht gut an. Verwaltungsratspräsident Hermann Hess gab zu verstehen, dass es um die Existenz der SBS gehe.

Die Beteiligten glauben aber weiter an eine Lösung des Problems: «Als Folge der Kritik werden die Volumetrie und die Architektur des Hotels nochmals überarbeitet», schreibt jetzt die Stadt. «Diese Arbeiten werden mit Hochdruck vorangetrieben.»

Beim Dienstleistungsgebäude der Stadt Romanshorn und der Umgebungsplanung sind keine grundsätzlichen Anpassungen nötig. Die Antworten zu den Mitwirkungseingaben werden voraussichtlich im ersten Quartal 2023 an die Teilnehmenden versandt.