Musik
Jazz, Charleston und Swing: Musik zum Motto 20er-Jahre in Schlatt

Der Musikverein Schlatt präsentierte am Samstag ein umfangreiches Programm zum Motto der 20er-Jahre. Die Gäste konnten sich auch tanztechnisch in die Zeit hineinversetzen.

Dieter Ritter
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Das Publikum lauscht dem Auftritt des Musikvereins Schlatt mit Dirigent Martin Weiss.

Das Publikum lauscht dem Auftritt des Musikvereins Schlatt mit Dirigent Martin Weiss.

Bild: DIeter Ritter

Der Musikverein Schlatt lud am Samstag zum Jahreskonzert ein. Musikalisches Thema der Brassband-Formation mit 17 Bläserinnen und Bläsern waren die 20er-Jahre. Der Verein hatte den Gemeindehaus-Saal entsprechend dekoriert. Die Plätze für rund 150 Gäste waren grösstenteils besetzt.

Musik von den Profis und Tanzen für alle

Die Mitglieder des Musikvereins und die Gäste probierten sich darin, den Charlston zu tanzen.

Die Mitglieder des Musikvereins und die Gäste probierten sich darin, den Charlston zu tanzen.

Bild: Dieter Ritter

Einen wesentlichen Teil des Programms widmete der Verein den goldenen Jahren ab 1923. In der Musikszene dominierten Jazz und Swing und in Amerika wurde der Charleston erfunden. Es gelang der Brassband, die für diese Jahre typische bunte Fröhlichkeit auf die Bühne zu bringen. Die Frauen kleideten sich im Charleston-Stil: Sie trugen Stirnband, lange Perlenketten und dazu gerade geschnittene Röcke. Die Herren traten in Schwarz auf, mit weisser Krawatte und weissen Hosenträgern.

Fiona Bührer bei ihrem Soloauftritt.

Fiona Bührer bei ihrem Soloauftritt.

Bild: DIeter Ritter

Dirigent Martin Weiss hatte passende Musikstücke ausgewählt. Es waren Gassenhauer wie «Mackie Messer» aus «Die Dreigroschenoper» oder der rassige «Tiger Rag» der Original Dixieland Jazz Band. Als Zugabe spielten die Musiker den Ohrwurm «Wochenend und Sonnenschein» der Comedian Harmonists. Die Zuhörerinnen und Zuhörer gaben sich noch nicht zufrieden und forderten lautstark eine weitere Zugabe. Mit dem schnellen Marsch «Galopp No. 14» erfüllten die Musikerinnen und Musiker diesen Wunsch. Ein Höhepunkt des Musikprogrammes war «The Wellerman», ein altes Walfänger-Lied. Mit diesem Titel löste im letzten Jahr der Postbote Nathan Evans aus Schottland weltweit einen Hype aus.

Regula Frischknecht, Präsidentin Musikverein Schlatt

Regula Frischknecht, Präsidentin Musikverein Schlatt

Bild: Dieter Ritter

Fiona Bührer begeisterte mit einem Eufonium-Solo. Sie spielte das Stück «Gabriel’s Oboe» von Ennio Morricone. Am weitesten zurück auf Zeitreise ging es mit dem «Schwedischen Reitermarsch» aus dem Dreissigjährigen Krieg. In der Pause lud Andrea Schlatter zu einem Crashkurs für Charleston-Tanz im Foyer ein. Rund zwanzig Gäste machten mit, darunter auch die Präsidentin des Musikvereins, Regula Frischknecht. Die Zuschauer feuerten die Tanzlustigen mit Klatschen an. Nach dem Konzert zeigten sich die Gäste mit anhaltendem Applaus und lauten Bravorufen begeistert.