Energie
Nüssli Schweiz AG ist Selbstversorger: Das Unternehmen nimmt die viertgrösste Fotovoltaikanlage des Kantons in Betrieb

Der Event- und Baudienstleister Nüssli Schweiz AG aus Hüttwilen kann mit seiner neuen Fotovoltaikanlage sowohl sich selbst energietechnisch versorgen als auch mit dem Überschuss noch über 300 Haushalte mit vier Personen. Damit zählt Hüttwilen zu jenen Gemeinden im Thurgau mit der höchsten Pro-Kopf-Produktion an erneuerbaren Energien.

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Ein Blick von oben auf das Gelände der Nüssli Schweiz AG mit der installierten Fotovoltaikanlage.

Ein Blick von oben auf das Gelände der Nüssli Schweiz AG mit der installierten Fotovoltaikanlage.

Bild: PD

Seit dem Mittwoch ist die viertgrösste Fotovoltaik (FV)-Anlage des Kantons Thurgau in Betrieb. Insgesamt 8000 Quadratmeter stellt der Event- und Baudienstleister Nüssli Schweiz AG in Hüttwilen dem Elektrizitätswerk des Kantons Schaffhausen AG (EKS) zur Verfügung. Die FV-Anlage produziert jährlich rund 1400 Megawattstunden, welche ins Netz des EW Hüttwilen eingespeist werden. Das sind rund 80 Prozent mehr, als das Unternehmen Nüssli selbst verbrauchen kann. Der Überschuss versorgt mehr als 300 Vierpersonenhaushalte, teilt das Unternehmen in einer Medienmitteilung mit.

4100 Module auf den Dächern

Mit der Idee einer FV-Anlage auf den grossen Dächern von Nüssli stiess das EKS auf offene Ohren. Andy Böckli, Geschäftsführer der Nüssli-Gruppe, sagt: «Wir realisieren für unsere Kunden nachhaltige oder sogar selbstversorgende Bauten. Mit der neuen Anlage übernehmen wir nun auch auf unserem Gelände noch mehr Verantwortung. Wir freuen uns, einen Schritt weiter in Richtung nachhaltiger Zukunft zu gehen und uns selbst mit Strom versorgen zu können.» Für die FV-Anlage sind rund 4100 Module installiert worden: Die meisten finden auf den Dächern Platz, ein Teil auch an der Fassade des Lagerhauses. Die Anlage ist die derzeit grösste der EKS, sie hat eine Leistung von 1,6 Megawatt.

Hüttwilen zählt mit der Realisation der FV-Anlage zu jenen Gemeinden im Thurgau mit der höchsten Pro-Kopf-Produktion an erneuerbaren Energien. Mit einer Zunahme an grüner Energie von sieben Prozent macht die Gemeinde diesbezüglich einen grossen Schritt. «Wir nehmen die Energiestrategie 2050 ernst», sagte Gemeinderat Bruno Kaufmann, verantwortlich für das Ressort Elektrizitätswerke und Medien, im November zu dieser Zeitung. Damals liefen die Bauarbeiten für die FV-Anlage noch auf Hochtouren. Auch Gemeindepräsidentin Sabina Peter Köstli sagt in einem Video der EKS: «Die FV-Anlage ist für die Gemeinde ein wichtiger Bestandteil zur dezentralen Energieversorgung.» (red)