Kulinarik
Chnusperli und Chretzer bis zum Abwinken: Das gab es nach dem Wettfischen der Fischerzunft Diessenhofen

Je 130 Kilogramm Egli und Felchen bereitete die Fischerzunft Diessenhofen für ihr traditionelles Fischessen am Samstag in der Rhyhalle vor. Beim Wettfischen obsiegte in beiden Kategorien Michael Sieber.

Dieter Ritter
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Freundschaftsfischen-Gewinner Michael Sieber mit OK-Mitglied Thomas Scherrer.

Freundschaftsfischen-Gewinner Michael Sieber mit OK-Mitglied Thomas Scherrer.

Bild: Dieter Ritter

Gut gefischt und noch besser gegessen. Schon vor 12 Uhr waren am Samstag die 480 Plätze in der Rhy-Halle Diessenhofen zum grössten Teil besetzt. Es gab gebackene Chretzer und Chnusperli. Für die Chretzer kaufte die Fischerzunft kleine Egli ein. Sie wurden frittiert, bis sie knusprig und goldbraun waren. Chnusperli sind im Teig gebackene Felchen. Die Fischerzunft kaufte 130 Kilo Egli und 130 Kilo Felchen. Zunftmeister Roger Birk erklärte:

Die volle Rhyhalle.

Die volle Rhyhalle.

Bild: Dieter Ritter
«Die Fische kommen von der deutschen Seenplatte und wurden am Donnerstag aus der Müritz gefischt.»

Am gleichen Tag wie das Fischessen findet jeweils das Freundschaftsfischen im Rhein statt. Heuer nahmen 31 Fischer teil. Um 15 Uhr war Rangverkündigung. Es wurden 28 Alets gefangen. Im Durchschnitt waren sie 1,21 Kilo schwer und 50,1 cm lang. Michael Sieber aus Heiden gewann beide Pokale, den für den längsten Fisch, 58,7 cm, und jenen für den grössten Fang mit drei Alets, die zusammen 5235 Gramm wogen. Ab 14 Uhr traten die Rauhenbergmusikanten aus Gailingen auf. Die 15 Bläser unterhielten mit lüpfiger Volksmusik und ernteten viel Applaus.

Für Fischrettung bei Sommerhitze zuständig

Die Rauhenbergmusikanten aus Gailingen.

Die Rauhenbergmusikanten aus Gailingen.

Bild: Dieter Ritter

Die Fischerzunft bewirtschaftet die Fischenz der Bürgergemeinde Diessenhofen. Das Gewässer erstreckt sich über die ganze Breite des Rheins, von unterhalb Rheinklingen bis zur Laag in Dörflingen. Die Fischerzunft ist zuständig für die Laichfischerei, die Aufzucht und das Aussetzen junger Fische im Rhein. In Hitzesommern setzt sie sich für die Rettung der wärmeempfindlichen Äschen ein, 2018 leistete sie dafür rund 350 Mannstunden. Der 1917 gegründete Verein zählt zwanzig Aktivmitglieder, Zunftmeister ist Roger Birk.