Sport
Schweizer Eishockeynachwuchs spielt in Romanshorn gegen internationale Gegner

Die Schweizer U17-Nationalmannschaft trifft vom 12. bis 19. Dezember im Eissportzentrum in Romanshorn auf die Nachwuchsteams der USA, Schweden und der Slowakei. Mit dabei sind auch Talentscouts.

Tiziano Grimm
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Das Eissportzentrum Oberthurgau fungiert als Schauplatz des Turnieres.

Das Eissportzentrum Oberthurgau fungiert als Schauplatz des Turnieres.

Bild: PD

Vier Mannschaften, ein Turnier und viel Eishockey. Dieses Jahr treffen sich vier der besten Nachwuchsteams im Eissportzentrum Oberthurgau (EZO). Um die Spieler herausfordern zu können, werden deshalb vom Schweizer Eishockeyverband immer wieder Spiele und Turniere gegen internationale Gegner arrangiert. Laut Gregor Müller, Geschäftsführer des EZO, sind solche internationalen Begegnungen sehr wichtig für die Erfahrung der Spieler. Müller sagt:

«Man muss sich so früh wie möglich mit der starken ausländischen Konkurrenz messen, um sich entsprechend zu entwickeln.»
Gregor Müller, Inhaber und Geschäftsführer der EZO AG.

Gregor Müller, Inhaber und Geschäftsführer der EZO AG.

Bild: Gregor Müller

Dabei gehe es nicht nur um die spielerische, sondern auch um die technische und mentale Stärke der Gegner. Gleichzeitig fungiert das Turnier aber auch als eine Art Trainingscamp. Während einer Woche trainieren die Teams dabei gemeinsam sowie einzeln, um sich für die Spiele vorzubereiten. Insgesamt absolviert die Schweizer U17-Nationalmannschaft drei bis vier internationale Turniere.

Russland darf nicht mitspielen

Das Vier-Nationen-Turnier war ursprünglich als Wettkampf zwischen fünf Mannschaften geplant gewesen. Die russische Delegation wurde jedoch aufgrund des Krieges in der Ukraine ausgeschlossen. Die vier verbleibenden Nationen sind nichtsdestotrotz mit vielversprechenden Talenten ausgestattet. Vor allem die USA, wo die angesehenste Eishockeyliga der Welt, die NHL, beheimatet ist, bringt ausschliesslich junge NHL-Aspiranten mit. Auch im schwedischen Team spielen laut Müller viele potenzielle Kandidaten für die amerikanische Königsklasse des Sportes.

Dadurch, dass so viel Talent auf einem Eisfeld gebündelt trainiert, sind auch einige Talentscouts und Agenten vor Ort. Die Scouts haben die Aufgabe, Spieler zu erkennen, welche besonders hervorstechen, um sie anschliessend zu rekrutieren. Hingegen versuchen die Agenten, die besten Spieler unter Vertrag zu nehmen, um für sie Verträge auszuhandeln oder das PR-Management zu übernehmen. Thurgauer Talente sind dieses Jahr keine dabei.

Romanshorn als beliebter Austragungsort

In den letzten fünf Jahren wurden im EZO immer wieder Länderspiele des Schweizer Nachwuchses abgehalten. Seit 2019 wurden zudem bereits zwei Turniere mit internationaler Beteiligung durchgeführt. Der Wettkampf der U17-Mannschaften ist das erste Nachwuchsturnier in Romanshorn seit der Coronapandemie.

Laut Gregor Müller habe sich das EZO beim Schweizer Eishockeyverband in den letzten Jahren als Austragungsort etabliert, weshalb die eingereichte Bewerbung für das Turnier angenommen wurde. Dies helfe vor allem auch dem Thurgauer Tourismus. Wegen des Turniers seien rund 600 Logiernächte in Oberthurgauer Hotels gebucht worden. Laut Müller könne man davon ausgehen, dass die Unterbringung der Frauen- und Juniorennationalmannschaften in den letzten fünf Jahren Oberthurgauer Hotels und dem Tourismusbereich eine bis eineinhalb Millionen Franken eingebracht haben.