Wäldi: Eine haushalterische Bodennutzung ist angesagt

Die Gemeinde informiert über die Ortsplanungsrevision und die Deponie.

Kurt Peter
Drucken
Sicht auf das Alpstein - Massiv von Wäldi aus

Sicht auf das Alpstein - Massiv von Wäldi aus

(Bild: Donato Caspari)

«Aufgrund der neuen gesetzlichen Grundlagen und des kantonalen Richtplanes muss auch die Gemeinde Wäldi ihre Ortsplanung revidieren», erklärte Gemeindepräsident Adrian König am Infoabend. Das übergeordnete Gesetz schreibe die haushälterische Bodennutzung vor.

Adrian KönigGemeindepräsident Wäldi

Adrian König
Gemeindepräsident Wäldi

(Bild: PD)
«Die Gemeinde Wäldi ist im Richtplan im Raumtyp Kulturlandschaft eingeteilt, wir haben noch viel Kapazität für Bauten».

Im Klartext heisse dies, dass der Kanton keine weiteren Einzonungen erlaube. In Engwilen wolle die Gemeinde dies mit einer Parzelle trotzdem versuchen. «Wir wollen Wohnungen möglich machen, werden beim Kanton aber zu beissen haben», sagte Adrian König.

Christoph Brugger vom bhateam erläuterte den kommunalen Richtplan. Dieser sehe wenige Massnahmen vor, «aber an denen soll konkret gearbeitet werden». Im Bereich Siedlung sei Potenzial zur Verdichtung vorhanden. Der Richtplan sehe zudem Verkehrsberuhigungsmassnahmen und die Umgestaltung der Hauptstrasse in Engwilen vor. Christoph Brugger sagt zum Zonenplan:

«Es gibt nicht viel Fleisch am Knochen.»

In den verschiedenen Ortsteilen seien Möglichkeiten zur Optimierung festgestellt worden. «In Lipperswil gibt es diese rund um die Kirche, grosses Potenzial mit Entwicklungschancen gibt es beim Golfplatz». Die sinnvolle Verlegung des Werkhofes werde nochmals vorgelegt. Kleinere Anpassungen, Verzicht auf Gestaltungsplanpflicht sowie der Verzicht auf Nutzungsdichte in Dorfzonen seien ebenfalls im neuen Zonenplan enthalten.

Deponie und Ortsplanung gemeinsam

Erforderlich sei auch die Revision des Baureglements. Neu gebe es die Zone «Landwirtschaftszone mit besonderer Nutzung Tierhaltung». Die wichtigste Änderung sei wohl die Umstellung auf die Baumassenziffer. Durch den Auftrag der inneren Verdichtung seien die Grenzabstände minimiert und die Gefahrenkarte integriert worden.

Über die geplante Deponie «Sandeggere» informierte Planer Werner Meier. «Die Planung ist noch nicht ganz soweit, dass ich heute ins Detail gehen könnte». Die künftige Deponie für Aushubmaterial liegt teils auf dem Gemeindegebiet von Wäldi, teils auf Raperswiler Land.

«Es gibt keine Bauabfälle, keine chemische Belastung und keine Fremdstoffe in der Deponie».

Das Projekt passe in die Landschaft und bedeute eine ökologische Aufwertung. Allerdings ist für die Umsetzung eine Umzonung nötig. Adrian König hoffte, dass die Deponiepläne zusammen mit der Ortsplanungsrevision aufgelegt werden kann: «Die Auflage ist ab Februar 2020 geplant, die Gemeindeversammlung vom 12. Juni wird dann entscheiden.»

Mehr zum Thema