Swiss League
«Würde gerne beim HC Thurgau bleiben»: Der Kanadier Will Pelletier ist einer von Thurgaus Playoff-Trümpfen

Will Pelletier hat beim HC Thurgau auf Anhieb eingeschlagen. Doch der kanadische Stürmer hilft lediglich fürs diesjährige Playoff aus. Für die Zukunft macht er allerdings eine deutliche Ansage.

Matthias Hafen
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«Meine positive Energie ist ansteckend», sagt Thurgaus kanadischer Stürmer Will Pelletier.

«Meine positive Energie ist ansteckend», sagt Thurgaus kanadischer Stürmer Will Pelletier.

Bild: Mario Gaccioli (Kloten, 3. März 2022)

Bei genauem Hinschauen müssten bei Will Pelletier irgendwo das weisse Fell und die Löffel unter dem Helm zu sehen sein. Der 29-jährige Kanadier ist beim HC Thurgau das sprichwörtliche Kaninchen, das der Zauberer aus dem Hut gezogen hat. Der Zauberer, in diesem Fall Headcoach Stephan Mair, setzte sich punkto Ersatz für den verletzten Rickard Palmberg durch, überzeugte die Klubführung von Pelletiers Qualitäten und brachte den HCT damit von der ursprünglichen Wahl ab. Pelletiers Verpflichtung just vor Playoff-Beginn ist das Produkt von gegenseitigem Vertrauen.

Nun stürmt der 1,70 m kleine Wirbelwind aus Linz gekommen für den HCT und ist eines der grössten Argumente der Thurgauer im Playoff-Viertelfinal gegen den SC Langenthal. Zwar hat die Mannschaft über Wochen bewiesen, dass sie auch mit nur einem Ausländer Grosses vollbringen kann. Doch für einen Erfolg im Swiss-League-Playoff ist ein zweiter Ausländer unabdingbar. Und Pelletier ergänzt Thurgaus Paradelinie perfekt, erzielte in seinen ersten zwei Spielen an der Seite seines Landsmanns Jonathan Ang und Rekordtorschütze Ian Derungs zwei Tore und fünf Assists.

Eine Ulknudel mit professioneller Einstellung

Die Energie, die Pelletier in die Mannschaft bringt, ist eindrücklich. Nicht nur mit seiner Hockeykunst. Der Quebecer kann im Training trotz professioneller Einstellung eine richtige Ulknudel sein, spasst mit seinen neuen Teamkollegen herum, als gehörte er schon seit Jahren der Mannschaft an. «So bin ich halt», sagt Pelletier. «Ich versuche stets, die anderen mit meiner Energie anzustecken.» Beim HC Thurgau fühlt er sich auf Anhieb wohl. Hier spürt er, dass er auch mit seinen 1,70 m Grosses vollbringen kann – viel mehr als zuvor in der höchsten österreichischen Liga, wo körperbetonter, aber mit weniger Speed gespielt wird.

Zuletzt 2018 in der AHL Playoff-Eishockey gespielt

«Ich wollte deshalb schon immer in die Schweizer Liga», sagt Will Pelletier. Anders als noch in Linz, das die Meisterschaft auf dem letzten Platz beendete, schnuppert der Kanadier mit dem HC Thurgau seit langem wieder Playoff-Luft, freut sich auf die Best-of-seven-Serie gegen Langenthal. Zuletzt hatte er 2018 mit Rockford, dem Farmteam der Chicago Blackhawks, Playoff gespielt. Den Vertrag mit Linz hat der kanadische Stürmer vor seinem Wechsel zu Thurgau beendet. Was die Zukunft betreffe, sei er offen und sagt:

«Wenn mich Thurgau nächste Saison zurückhaben will, wäre ich glücklich darüber.»

Das sollte für den HCT ein Wink sein. Und könnte sich als schönes Abschiedsgeschenk des scheidenden Trainers Stephan Mair entpuppen.

Der Playoff-Spielplan des HC Thurgau

Viertelfinals (best of 7)
Sonntag, 13. März, 17.30 Uhr: Thurgau – Langenthal
Dienstag, 15. März, 19.46 Uhr: Langenthal – Thurgau
Donnerstag, 17. März, 19.45 Uhr: Thurgau – Langenthal
Samstag, 19. März, 17.30 Uhr*: Langenthal – Thurgau
Ev. Montag, 21. März, 19.45 Uhr: Thurgau – Langenthal
Ev. Donnerstag, 24. März, 19.46 Uhr: Langenthal – Thurgau
Ev. Samstag, 26. März, 17.00 Uhr*: Thurgau – Langenthal

* = Falls TV-Spiel, Beginn um 19.45 Uhr

Der Vorverkauf für Thurgaus Heimspiele in Weinfelden startet am Donnerstag, 10. März, um 12.00 Uhr online über den HCT-Ticketshop und auf der Geschäftsstelle des Klubs.