Schweizer wollte Yacht nach Deutschland schmuggeln

In Bietingen bei Schaffhausen stoppte der Zoll einen Mann samt seiner Segel-Yacht.
Er hatte die Zöllner dreist belogen. Das kostete ihn fürs Erste 6500 Euro.

Ida Sandl
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Diese Segel-Yacht wollte ein Mann unverzollt über die Grenze bringen. (Bild: PD

Diese Segel-Yacht wollte ein Mann unverzollt über die Grenze bringen. (Bild: PD

Zöllner haben Anfang Mai am Grenzübergang in Bietingen bei Schaffhausen einen Reisenden kontrolliert, der ohne Anmeldung eine Segeljacht zum Verkauf nach Deutschland bringen wollte. Der Schweizer gab gegenüber den Zöllnern an, keinerlei anmeldepflichtigen Waren dabei zu haben. Für die auf einem Trailer mitgeführte Segel-Yacht konnte der Mann allerdings keine Papiere vorweisen. Überdies machte er zur mehrfach an ihn gerichteten Frage nach dem weiteren Verlauf der Reise sehr widersprüchliche Angaben.

Er wurde zunehmend nervös

Auf die weiteren Fragen der Zöllner reagierte der Schweizer zunehmend nervös und ungehalten. Bei der Fahrzeugkontrolle fanden die Beamten im Zugfahrzeug nicht nur das Segel, den Hilfsmotor und weiteres Zubehör für die Yacht, sondern auch einen Kaufvertrag über fast 22000 Euro. Aus dem Vertrag ergab sich, dass die Jacht an einen Deutschen verkauft worden ist und an einer Autobahnraststätte im Hegau übergeben werden sollte. Dazu wurde auch der annullierte Schweizer Fahrzeugschein für die Segelyacht aufgefunden.

Gegen den Schweizer wurde ein Strafverfahren wegen versuchter Steuerhinterziehung eingeleitet. Zusätzlich zu den sofort fälligen Einfuhrabgaben in Höhe von gut 4500 Euro musste er für die zu erwartende Geldstrafe noch weitere 2000 Euro als Sicherheit hinterlegen. Dann konnte der Mann seine Reise - mit der Yacht - fortsetzen.