Romanshorn
Eine Burg für das Wiesel: Naturschützer bauen Unterschlupf in Oberhäusern

Mitglieder des Vogel- und Naturschutz Romanshorn haben in der Nähe des Waldes Holz zusammengetragen, damit sich das Wiesel hier niederlässt.

Markus Bösch
Drucken
Landwirt Ernst Züllig (rechts) und Mitglieder des Vogel- und Naturschutz Romanshorn bauen eine Wieselburg.

Landwirt Ernst Züllig (rechts) und Mitglieder des Vogel- und Naturschutz Romanshorn bauen eine Wieselburg.

Bild: Markus Bösch

Die Aktion macht gleich in doppelter Weise Sinn: Zusammen mit Ernst Züllig legten Mitglieder des Vogel- und Naturschutz Romanshorn Hand an in Oberhäusern, nahe einem Waldstück. Am Freitagabend bauten sie eine sogenannte Wieselburg.

Wieselfamilie frisst bis zu 100 Mäuse pro Woche

«Wiesel, also Hermelin und Mauswiesel, jagen Mäuse. Wenn sie ihre bis zu sechs Jungen aufziehen, brauchen sie Futter. Und das können dann rasch 50 bis 100 Mäuse pro Woche sein. Damit helfen sie ganz wesentlich mit, Wühlmausschäden im Wiesland zu reduzieren», sagt Marco Bertschinger vom Naturschutz. Er hatte Ernst Züllig seinerzeit für den Bau einer solchen «Wieselburg» angefragt. Und dieser war sofort dabei und half auch gleich beim Suchen, Sägen und Aufeinanderschichten der Äste und Zweige mit.

Wenn der flinke Jäger dereinst da einziehen wird, profitiert der Landwirt und anderseits wird so Artenvielfalt erhalten und gefördert. Denn mit solchen Asthaufen erhalten die Wiesel einen Unterschlupf, der sie vor ihren Feinden und der Witterung schützt. Weitere Möglichkeiten, Wieseln und Co Lebensräume zu schaffen, sind vielfältige Hecken, ungemähte Rasenflächen und krautige Streifen.