Romanshorn
Ein nicht ganz ernst gemeinter Vorschlag: «Wie wäre es mit der Kirche als Werbeträger für BMW oder McDonald's?»

Am Sonntag feierte die katholische Kirchgemeinde einen Fasnachtsgottesdienst. Gemeindeleiterin Anne Zorell machte sich dabei Gedanken über neue Einnahmequellen.

Markus Bösch
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Die Romis Näbelhorner vor der Kirche.

Die Romis Näbelhorner vor der Kirche.

Bild: Markus Bösch

Der Einmarsch der Russen in die Ukraine überschattete den Fasnachtsgottesdienst am Sonntag in der katholischen Kirche. Sie sei fassungslos über den «Krieg zum Machterhalt», sagte Gemeindeleiterin Anne Zorell. Es brauche Solidarität mit den Menschen in der Ukraine, aber auch Gebete und Unterstützung. So wie es im Fasnachtslied heisst, «wenn die zusammen essen, die (eigentlich gar keine) Feinde sind».

Im Dialog mit Sozialdiakon Andreas Pfiffner sprach Zorell von jenen, die Masken tragen und sich verkleiden – und von jenen, die die Kirche verlassen. «Auch darum brauchen wir neue Einnahmenquellen für unsere Aufgaben. Wie wäre es mit der Kirche als Werbeträger für Kybun, BMW oder McDonald's, mit einer 5G-Antenne auf dem Turmspitz oder einer Soutane mit Adidas-Emblem?» Für den Stadtpräsidenten wäre es gemäss den beiden eher der angedachte Steg mit Verlängerung nach Friedrichshafen und Wegzoll für alle.

Masken, Verse und Guggenmusik

Jungwacht und Blauring gestalteten den Gottesdienst mit.

Jungwacht und Blauring gestalteten den Gottesdienst mit.

Bild: PD

Während der Predigt gestalteten die Leitenden von Jungwacht/Blauring mit den Kindern entsprechende Masken. Und der verseschmiedende Petrus war auch diesmal dabei, zum sechzehnten Mal in Folge. Fasnächtliche Guggenmusik allerdings blieb für einmal aussen vor: Die Romis Näbelhorner spielten vor der Kirche und unterhielten die Besucherinnen und Besucher während des Apéros vor dem Pfarreiheim.