Prävention
Deine Grenzen – meine Grenzen

An der Sekundarschule Sulgen beleuchteten die Schülerinnen und Schüler das Thema «Häusliche Gewalt» während der letzten vier Monate aus verschiedenen Blickwinkeln.

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Die Sekundarschule Befang in Sulgen.

Die Sekundarschule Befang in Sulgen.

Bild: Manuel Nagel

Im Bewusstsein, dass die Schule für die soziale Entwicklung der Jugendlichen eine wichtige Rolle spielt, wird nicht nur in der Volksschulgemeinde Region Sulgen der Prävention ein hoher Stellenwert eingeräumt. Viele Jugendliche erleben oder erfahren Gewalt in unterschiedlichsten Formen. Umso wichtiger ist es, zu lernen, wie Konflikte in Beziehungen ohne Gewalt gelöst werden. Die Sekundarschule Sulgen unterstützt die Jugendlichen mit ihrer umfassenden Präventionsarbeit darin.

Während der letzten vier Monate beleuchteten die Schülerinnen und Schüler der dritten Sekundarklassen «Häusliche Gewalt» aus verschiedenen Blickwinkeln. Dem Thema «Grenzüberschreitendes Verhalten» wurde dabei besonders Beachtung geschenkt. Die Jugendlichen beschrieben gemeinsam, was gesunde Beziehungen ausmachen und wie sie selbstbestimmt und verantwortungsbewusst gestaltet werden können. Sie lernten verschiedene Alarmsignale für grenzüberschreitendes Verhalten kennen und erarbeiteten mögliche Lösungsansätze. Schliesslich wurden die Schülerinnen und Schüler auf Anlaufstellen und Hilfsangebote sensibilisiert.

Mit dem nationalen Projekt «Herzsprung – Freundschaft, Liebe und Sexualität ohne Gewalt» wurden die Beziehungskompetenzen der Jugendlichen gestärkt. Zusätzlich vertieften sie sich in ein selbst gewähltes Thema. Sie reflektieren den Film «Nur eine Frau» kritisch, der die wahre Geschichte einer lebenshungrigen jungen Frau erzählt. Abgerundet wurde die Arbeit mit Hinweisen aus polizeilicher Perspektive.

Der Themenabend gewährte den Eltern der Lernenden Einblick in die Arbeit ihrer Kinder. Schulleiter Magnus Jung und Schulsozialarbeiterin Barbara Dudli gaben einen Überblick über die Präventionsarbeit des Schulteams und einzelne Lernende stellten ihre Vertiefungsarbeiten vor. Regula Steiner, Vertreterin der Kantonspolizei Thurgau, beleuchtete die Thematik aus polizeilicher Sicht; während Bernard Pivetta, Gewaltberater bei der Fachstelle «Konflikt.Gewalt.», praktische Lösungsansätze in der Erziehungsarbeit aufzeigte. (red)