Kommentar
Egal, was jetzt noch kommt: HC-Thurgau-Trainer Mair geht als Held

Der HC Thurgau hat unter Trainer Stephan Mair in dieser Saison bislang allen Widrigkeiten getrotzt und steht nach 2019 wieder im Playoff-Halbfinal.

Matthias Hafen
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Das Maximum aus einer schwierigen Saison herausgeholt: Headcoach Stephan Mair steht mit dem HC Thurgau wie schon 2019 im Playoff-Halbfinal.

Das Maximum aus einer schwierigen Saison herausgeholt: Headcoach Stephan Mair steht mit dem HC Thurgau wie schon 2019 im Playoff-Halbfinal.

Bild: Mario Gaccioli (Weinfelden, 21. März 2022)

Zum zweiten Mal nach 2019 führt Stephan Mair den HC Thurgau in die Playoff-Halbfinals. Der scheidende Trainer macht in seinem sechsten und letzten Jahr in der Ostschweiz sich, dem Klub und dessen Umfeld ein unvergessliches Abschiedsgeschenk. Obwohl das Playoff für den HCT jetzt erst richtig anfängt: Das 4:1 im Viertelfinal gegen Langenthal kann man nicht hoch genug einschätzen.

Verletzungen und andere Ausfälle rafften ein Drittel des Kaders weg – und das nicht erst fürs Playoff. Doch in dieser Saison lebt der HC Thurgau die Worte Team, Zusammenhalt und Mannschaftsgeist wie kaum je zuvor. Wer noch zur Verfügung steht, zerreisst sich für die Kollegen – und eben auch für den Coach, der die Spieler zu Siegern, ja gar Rekordtorschützen gemacht hat.

In seinen sechs Jahren des Wirkens schuf Stephan Mair eine Ära, die man beim HCT noch lange mit sportlichem Erfolg in Verbindung bringen wird. Der hierzulande zuvor unbekannte Südtiroler, der 2016 mehr aus Not für den kurzfristig abgesprungenen Christian Wohlwend verpflichtet worden war, wird den Thurgau auf jeden Fall als Held verlassen. Im Halbfinal entscheidet sich nur noch, ob man von ihm auch eine Statue wird anfertigen müssen.

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