Kein Futter für Tauben und Krähen: Die Stadt Kreuzlingen gibt Tipps für die Vogelfütterung

Worauf man bei der Winterfütterung von Vögeln achten muss, erklärt die Stadt Kreuzlingen in einer Medienmitteilung. Krähen und Tauben sollen indes hungern - wegen der grossen Population in der Stadt.

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Ein hübscher Futterplatz für Spatzen und Meisen.

Ein hübscher Futterplatz für Spatzen und Meisen.

(Bild: Ralph Ribi)

(red) Das Füttern von Vögeln will gelernt sein. Die Stadt Kreuzlingen gibt hierfür in einer Medienmitteilung Tipps. Wichtig sei in erster Linie, dass die Fütterung sachgerecht erfolge und im Frühjahr eingestellt werde.

Sachgerechte Winterfütterung von Vögeln

• Der Futterplatz sollte an einem übersichtlichen, ausreichend hohen Ort mit nahe gelegenen Rückzugsmöglichkeiten eingerichtet werden.

• Es sollten bewährte Futtermischungen für Körnerfresser angeboten werden. Gern angenommen werden Sonnenblumenkerne, Hanfsamen, Baum- und Haselnüsse sowie Fett. Brot ist für Singvögel ungeeignet.

• Das Futter sollte täglich frisch angeboten werden, morgens möglichst noch vor Sonnenaufgang.

• Das Futter muss trocken gehalten und vor Schmutz geschützt werden. Der Platz muss regelmässig gereinigt werden.

• Krähenvögel und Tauben sollten aufgrund der grossen Populationen in der Stadt nicht gefüttert werden.

• Wasservögel dürfen durch die Fütterung nicht ins Siedlungsgebiet gelockt werden.

• Eine Fütterung ausserhalb der Winterzeit ist nicht angebracht. Sie kann sogar schaden, weil viele Singvögel ihre Nahrung im Frühling mit umstellen. (red)

Die Vogelarten, die den Winter in der Schweiz verbringen, sind gut an die kälteren Verhältnisse in unseren Breitengraden angepasst. «In Wintern wie in diesem Jahr ohne Schnee und Eis, kann grundsätzlich auf eine Vogelfütterung verzichtet werden», heisst es in der Mitteilung. Dennoch seien die Futterstellen im Winter eine willkommene zusätzliche Nahrungsquelle.

«Leider erhält die Stadtverwaltung immer wieder Meldungen über falsche oder exzessive Vogelfütterung.»

Weil die Winterfütterung in der nächsten Umgebung von Häusern stattfinde, würden vor allem Vögel profitieren, die sich mit der Anwesenheit des Menschen arrangiert hätten. Entscheidend für den ganzjährigen Schutz einer artenreichen Vogelwelt sei die Erhaltung vielfältiger Lebensräume. Deshalb könnten auch andere Massnahmen ergriffen werden. «Wer seinen Garten naturnah gestaltet, leistet ganzjährig einen Beitrag für die natürliche Vielfalt vor der eigenen Tür.»