Diplomfeier
Eintauchen in die kindliche Welt ist kein Kinderspiel

Gut 120 Diplomandinnen und Diplomanden der Pädagogischen Hochschule Thurgau feierten am Samstag den bestandenen Bachelor.

Judith Schuck
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Die Diplomandinnen und Diplomanden der Pädagogischen Hochschule Thurgau freuen sich über die Früchte ihres Lernens. Mit dem Diplom beginnt ein neuer Abschnitt.

Die Diplomandinnen und Diplomanden der Pädagogischen Hochschule Thurgau freuen sich über die Früchte ihres Lernens. Mit dem Diplom beginnt ein neuer Abschnitt.

Bild: Judith Schuck

Ihre Abschlussarbeiten schrieben die Absolventen der Studiengänge Vorschule und Primarstufe über Themen wie Gendervorstellungen von Kindern, die positiven Auswirkungen von Sport und Bewegung für Entwicklung und Psyche oder Nachhaltigkeit erlernen im Schulgarten. Der Förderverein der Pädagogischen Hochschule Thurgau (PHTG) zeichnete darunter die Arbeiten von Melanie Brülisauer mit dem Titel «Soziale Teilhabe eines Kindes mit Sehbehinderung im Kindergarten» sowie die Thesis von Raphaela Ammann «Tod und Trauer in der Schule» für ihren wissenschaftlichen Wert und die «überraschenden Erkenntnisse», die darin herausgearbeitet wurden, aus.

Raphaela Ammann und Melanie Brülisauer erhalten von Josef Brägger eine Auszeichnung des Fördervereins für ihre hervorragenden Abschlussarbeiten.

Raphaela Ammann und Melanie Brülisauer erhalten von Josef Brägger eine Auszeichnung des Fördervereins für ihre hervorragenden Abschlussarbeiten.

Bild: Judith Schuck

Rund 100 Primar- und 20 Kindergartenlehrpersonen erhielten im Sport- und Kulturzentrum Dreispitz in Kreuzlingen am Samstagnachmittag ihr Bachelordiplom. Prorektor Matthias Fuchs freute sich besonders darüber, dass von den Primarlehrpersonen 70 Prozent eine Stelle im Thurgau angenommen hätten und von den Abgängern des Vorschulstudiengangs fast alle in einem Kindergarten im Kanton arbeiten werden.

Verhältnis von Suchen und Gesuchtwerden hat gedreht

Denn wie die Leiterin des Studiengangs Vorschule, Karin Fasseing, betonte, mangele es an Lehrpersonen. «Das Verhältnis von Suchen und Gesuchtwerden hat sich gedreht», wandte sie sich an die Absolventen.

«Sie werden gesucht und Sie tragen zur Bildung der nächsten Generation bei.»

Für den Start ins Berufsleben wünschte sie sich für die Diplomanden «Leichtigkeit, Mut, Nachsicht und das nötige Vertrauen in sich selbst».

«Sie haben einen einmalig schönen, sinnstiftenden Beruf gewählt», sagte PHTG-Rektorin Sabina Larcher in ihrer Rede.

«Nebst Fachwissen und Expertise machen Sie deutlich, dass Sie sich für Menschen interessieren.»

Myriam Bächler, Diplomandin im Bereich Vorschule, wies auf das Privileg hin, als Lehrperson in die kindliche Welt eintauchen zu dürfen, doch es müssten auch immer wieder schwierige Situationen bewältigt werden. Die lachenden Kindergesichter machten diese allerdings immer wieder wett.