Bussnang
Evangelisch Bussnang-Leutmerken: Präsidentin tritt kurz vor der Versammlung zurück

Kirchenpräsidentin Stefanie Stuckert ist per sofort aus ihrem Amt zurückgetreten. Die Kirchgemeindeversammlung vom Donnerstagabend leitete Vizepräsident Dirk Schlatterbeck mit sachlichen Informationen.

Manuela Olgiati
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Der Vorstand der Kirchgemeinde: Pfarrer Jann Flütsch, Judith Zahnd, Dirk Schlatterbeck, Kirchenpfleger Erwin Greminger und Robert Engel.

Der Vorstand der Kirchgemeinde: Pfarrer Jann Flütsch, Judith Zahnd, Dirk Schlatterbeck, Kirchenpfleger Erwin Greminger und Robert Engel.

Bild: Manuela Olgiati

Sachliche Information gab es an der evangelischen Kirchgemeindeversammlung Bussnang-Leutmerken vom Donnerstagabend in der Kirche Bussnang. Der geschäftliche Teil, durch den Vizepräsident Dirk Schlatterbeck am Donnerstagabend in der evangelischen Kirche Bussnang leitet, ist unbestritten. «Weshalb ich am Mikrofon sitze, liegt am sofortigen Rücktritt der Kirchenpräsidentin Stefanie Stuckert», erklärt er. Schlatterbeck sprang als Präsident ad interim in die Bresche und liest das Rücktrittsschreiben der Präsidentin Stefanie Stuckert vor, die ihren Entscheid nicht zuletzt in der schwierigen Zusammenarbeit mit dem Pfarramt begründet. Dirk Schlatterbeck sagt:

«Mit Herzblut hat die Präsidentin an vielen Projekten mitgearbeitet. Die Vorsteherschaft bedauert den Rücktritt der Präsidentin und dankt ihr für ihr grosses Engagement.»

Stuckert war zehn Jahre in der Kirchenvorsteherschaft (Kivo) aktiv, sechs Jahre davon als Präsidentin. Die KIVO ist mit derzeit vier Mitgliedern mehrheitsfähig, jedoch nicht komplett. Schlatterback sagt: «Wir machen weiter und suchen eine Nachfolgelösung für das Präsidium sowie weitere Vorstandsmitglieder.» Die Synode des evangelischen Kirchenrates ist mit der Wahl von Susanna Müller und Robert Engeli vollständig.

Stagnation beim Kirchgemeindehaus Bussnang

Am Versammlungsabend werden die Kirchbürger über das geplante Kirchgemeindehaus in Bussnang informiert. Entgegen dem angekündigten Planungskredit an der letzten Kirchgemeinde sagt Schlatterbeck: «Ein Planungskredit liegt noch nicht vor.» Die Kivo favorisiert eine Liegenschaft im Baurecht auf der Friedhofsparzelle zu erstellen. Mit der Planung beauftragt ist das Architekturbüro Stauffacher/Aemisegger aus Frauenfeld. Ein Votant meldet sich mit zwei Variantenvorschlägen zu Wort, die einer Nutzung des «Unterrichtshüsli» gerecht würden. «Wir warten zu», sagte Schlatterbeck. Das Bauvorhaben müsse zuerste vom Kanton geprüft werden, «bevor wir mit einer Abstimmung an die Kirchbürger gelangen.»

An der Kirchgemeindeversammlung geht es auch um Informationen aus dem Alterszentrum Bussnang (AZB). Stiftungsratspräsident Ruedi Zbinden sagt: «Wir möchten das AZB wirtschaftlich wieder auf Kurs bringen.» Mit einer Belegung von derzeit 80 Plätzen fahre man finanziell Verluste ein. Die Auslastung der zur Verfügung stehenden 91 Plätze sollten nach Abschluss der Bauarbeiten im nächsten Jahr wieder ansteigen. Schliesslich stellte sich Benedikt Fuhrimann, der neue Leiter ab 1. Juli den Kirchbürgern vor.

Rechnung 2021 weist Überschuss aus

«Die laufende Rechnung 2021 schliesst um gut 175'000 Franken besser ab als budgetiert», sagt Kirchenpfleger Erwin Greminger. Zu diesem erfreulichen Ergebnis trugen Mehreinnahmen bei den Steuern sowie Einsparungen bei. Die Rechnung 2021 bei einem Aufwand von gut 665'000 Franken und einem Ertrag von gut 736'000 Franken schliesst mit einem Gewinn von rund 70'000 Franken ab. Die 57 anwesenden Stimmberechtigten genehmigen diese einstimmig. (mao)