Thurgau
Dämpfer für mögliche Nachfolger: Brigitte Häberli kandidiert erneut als Ständerätin

Die Thurgauer Mitte-Ständerätin Brigitte Häberli will es nochmals wissen. Die 64-jährige Politikerin aus Bichelsee kandidiert 2023 für weitere vier Jahre im Ständerat. Auch Parteikollege und Nationalrat Christian Lohr ist für eine nächste Legislatur in Bern bereit.

Silvan Meile
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Ständerätin Brigitte Häberli

Ständerätin Brigitte Häberli

Anthony Anex / Keystone

Die Thurgauer Mittepartei tritt mit ihren beiden bewährten Kräften zu den eidgenössischen Wahlen an. Die Partei schreibt in einer Mitteilung:

«Die Mitte Thurgau freut sich über die Entscheide von Ständerätin Brigitte Häberli und Nationalrat Christian Lohr, dass sie sich 2023 erneut zur Wiederwahl stellen.»

Die eidgenössischen Wahlen finden am 22. Oktober 2023 statt.

Mögliche Nachfolger standen bereits in den Startlöchern

Brigitte Häberli feierte am 23. August ihren 64. Geburtstag. «Ich bin unverändert motiviert meine Arbeit als Ständerätin weiterzuführen und gehe immer mit Freude nach Bern», lässt sie sich in der Parteimitteilung zitieren. Bislang wurde vermutet, Brigitte Häberli könnte auf eine erneute Kandidatur verzichten. Am 28. November wird die Bichelseerin zur Ständeratspräsidentin gewählt. Das Präsidialjahr 2023 hätte der abschliessende Höhepunkt ihrer Politkarriere sein können.

Für Häberli ist das aber kein Grund, danach nicht weitere vier Jahre im Ständerat zu politisieren. Seit 2011 ist sie in der kleinen Kammer, zuvor gehörte sie dem Nationalrat an, in den sie 2003 erstmals gewählt worden ist.

«Für die Partei ist das die beste Lösung», sagt der Thurgauer Parteipräsident Paul Rutishauser. Sowohl der Sitz im Ständerat als auch jener im Nationalrat verteidigt die Mitte mit bisherigem Personal. Denn auch Nationalrat Christian Lohr stellt sich zur Wiederwahl:

«Es ist mir ein wichtiges Anliegen, die Schweizer Politik auch weiterhin aktiv mitzugestalten.»
Nationalrat Christian Lohr

Nationalrat Christian Lohr

Peter Klaunzer / Keystone

Der Kreuzlinger rückte 2011 bei Häberlis erster Wahl in den Ständerat als Nationalrat nach. Seither festigt er seinen Sitz mit eindrücklichen Wahlresultaten. An beiden vergangenen eidgenössischen Wahlen konnte er sich zum «Panaschierkönig» küren lassen.

Lohr hätte sich auch einen Wechsel in den Ständerat vorstellen können, falls Brigitte Häberli nicht mehr angetreten wäre. Entsprechend äusserte er sich vor einem halben Jahr gegenüber dieser Zeitung. Auch alt Regierungsrätin Carmen Haag schloss eine Kandidatur als Ständerätin damals nicht aus.

Auch Jakob Stark tritt nochmals an

Nebst Brigitte Häberli vertritt Jakob Stark (SVP) den Thurgau im Ständerat. Auf Anfrage sagt er, dass er im kommenden Jahr ebenfalls für weitere vier Jahren kandidieren werde, «vorbehältlich der Nomination durch die SVP Thurgau». Es sei ihm eine Freude und Ehre, für dieses Land als Volks- und Ständevertreter im Parlament in Bern zu dienen. Der parteiübergreifende Zusammenhalt im Ständerat stehe sinnbildlich für die Schweiz.

Ständerat Jakob Stark

Ständerat Jakob Stark

Belinda Schmid