Schönholzerswilen
Wildi Sieche treffen auf Rüeblizupfer – bei brennender Hitze tschutten Schüler am Grümpelturnier

Mangels Anmeldungen traten am diesjährigen Grümpelturnier in Schönholzerswilen lediglich Schülermannschaften gegeneinander an. Trotz der Hitze gaben sie alles und kämpften um Punkte.

Monika Wick
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Am Grümpelturnier geht es ums Dabeisein. Barfuss tschuttä liegt deshalb drin.

Am Grümpelturnier geht es ums Dabeisein. Barfuss tschuttä liegt deshalb drin.

Bild: Monika Wick

«Wir sind im nächsten Jahr wieder hier und fordern alle heraus», sagt Philipp Möckli. Der Weinfelder gibt sich am 43. Grümpelturnier, das die Kultur- und Sportvereinigung (Kuspo) am Samstag in Schönholzerswilen durchführte, kämpferisch. «Obwohl wir alle älter und schwerer geworden sind, nehmen wir die Herausforderung gerne an», fügt er lachend hinzu.

Philipp Möckli bedauert, dass es in diesem Jahr mangels Anmeldungen keine Turniere für Erwachsenen- und Plauschmannschaften gibt. Obwohl er schon lange nicht mehr im Dorf wohnt, lässt er es sich aber nicht nehmen, als Schiedsrichter zu fungieren. «Das hat nostalgische Gründe, es gab bisher wohl kaum ein Grümpeli, dass ich verpasst habe», erklärt er, bevor er seines Amtes wirkt.

Die Abkühlung ist sehr willkommen

Auf dem Spielfeld kämpfen fünfzehn Mannschaften in drei Kategorien um die begehrten Pokale. Neben der Anstrengung wirkt die Sonne, die unbarmherzig vom Himmel brennt, schweisstreibend. Da wird die Brause, aus der stetig kaltes Wasser sprüht zum Tummelplatz all jener, die gerade eine Spielpause haben.

Nach einem strapaziösen Match nutzt auch Céline Widler die Gelegenheit, um sich abzukühlen. Mit ihrer Mannschaft «Di wilde Sieche», die aus drei Mädchen und vier Jungen besteht, hat sie bereits ein Match gewonnen und ein Unentschieden erreicht. «Den Rest haben wir verloren. Das ist aber egal, Hauptsache, es macht Spass», sagt die 12-Jährige aus Mettlen.

Manche sind seit Jahren dabei

Das Publikum, vornehmlich Eltern und Geschwister, unterstützen die jungen Fussballer mit Tipps oder leiden mit, wenn sie von der Gegnermannschaft ein Goal kassieren. Simon Schönholzer ist Coach der Mannschaft Rüeblizupfer seines Sohnes. «Mir ist es wichtig, dabei zu sein und die Kinder bei ihren Aktivitäten zu unterstützen», sagt der Schönholzerswiler. Auch er selber hat sich seit der ersten Schulklasse jedes Jahr am Grümpelturnier beteiligt, sei es in Aktiv- oder Plauschmannschaften.

Simon Schönholzer.

Simon Schönholzer.

Bild: Monika Wick
«Das Grümpeli ist ein super Anlass. Ich wünsche mir, dass er am Leben bleibt und im nächsten Jahr wieder Erwachsene mitmachen», sagt er.

Während sich auf dem Spielfeld zwei weitere Mannschaften begegnen, scannt ein Junge den QR-Code, der am Zaun befestigt ist. Hier können wir die aktuellen Ergebnisse anschauen, erklärt er. Nicht nur der Fussball ist hoch im Kurs am Grümpelturnier – Softeis und kühle Getränke aus der Festwirtschaft der Kuspo sind genauso begehrt.