SALZKORN
Woran erkennt man einen Auswärtsspielmuffel?

Es gibt unter den Fussballfans zwei Kategorien: Die Match-Touristen und die Auswärtsmuffel. Sie sind leicht zu unterscheiden.

David Angst
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Die Schweizer Fussballmeisterschaft ist für den Zusammenhalt des Landes von enormer Bedeutung. Wer mit seiner Lieblingsmannschaft an die Auswärtsspiele fährt, der lernt die anderen Landesteile kennen, die dortigen Gepflogenheiten und Essensgewohnheiten. Die Zulosung im Schweizer Fussballcup ist deshalb grossartig. Sion muss nach Rapperswil, YB zu Lausanne Ouchy und St.Gallen zu Chenois nach Genf reisen. Nun gibt es natürlich auch die eingefleischten Heimspielfans, die ihre Komfortzone nie verlassen. Unter keinen Umständen würden sie auch nur von Zürich nach Winterthur reisen, um ein Spiel zu sehen. Geschweige denn nach St.Gallen.

Ausnahme ist der sehr seltene Fall, dass der Lieblingsklub ein Heimspiel in einer fremden Stadt austrägt. So wie kürzlich der FC Zürich, der nach St.Gallen ausweichen musste, weil der Letzigrund besetzt war. Da erkennt man dann schon am Verpflegungsstand den Auswärtsspielmuffel. Da hat doch tatsächlich ein Zürcher zur Bratwurst Senf verlangt. Unter den Umstehenden machte sich betretenes Schweigen breit.