Prämierung
Bestnote für Zwetschgenschnaps aus Braunau

Im landwirtschaftlichen Zentrum in Flawil wurden Edelbrände aus der Ostschweiz und dem Fürstentum Liechtenstein ausgezeichnet. Von 102 eingereichten Edelbränden erhielten 85 eine Benotung zwischen 16 und maximal 20 Punkten. Eine der Gewinnerinnen ist Ursi Koch aus Braunau.

Ruth Bossert
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Ursi Koch aus Braunau erhält von Richard Hollenstein die Prämierungsurkunde überreicht.

Ursi Koch aus Braunau erhält von Richard Hollenstein die Prämierungsurkunde überreicht.

Bild: Ruth Bossert

Trotz Ferienzeit und sommerlicher Hitze liessen es sich um die 40 Brenner, Brennauftraggeber und Gäste nicht nehmen, bei der diesjährigen Prämierung der edlen Delikatessen im Landwirtschaftlichen Zentrum in Flawil dabei zu sein.

Richard Hollenstein, Leiter der Fachstelle Obstbau am Landwirtschaftlichen Zentrum in Flawil, zeigte sich beeindruckt über die Innovationen in der Herstellung von Edelbränden. Zu den klassischen Fruchtbränden aus Apfel, Birnen, Quitten, Zwetschgen, Kirschen und Trauben gesellen sich heute Whisky, Wodka, Gin, Rum, Vieille-Produkte und auch Liköre. Damit werde die Auswahl zum Prämieren immer grösser, was verständlicherweise für den Verkauf förderlich sei und das Interesse bei der Kundschaft wecke.

Hingegen warnte er, die ursprünglichen, klassischen Fruchtbrände, wie man sie seit Jahrhunderten kenne, nicht zu vernachlässigen. Auch wenn Konsumenten Neuheiten lieben und diese auch von Modeströmungen profitieren, gehören die regionalen Fruchtbrände nach wie vor zu den traditionellen Gaumenfreuden.

Ursi Koch aus Braunau gewann mit ihrem «Bächlingen Fellenberg Edelbrand» bei der Gruppe Zwetschge mit 20 Punkten. Bei der Gruppe Likör gewann Bruno Eschmann aus Niederbüren mit «Sauerkirschlikör Blütenzauber».

Frauen auf dem Vormarsch

Mit den Aktivitäten rund um die Herstellung von Edelbränden will das Landwirtschaftliche Zentrum auch zum Erhalten des Brennereigewerbes in der Ostschweiz beitragen, erklärte Richard Hollenstein weiter. Er freute sich, dass in diesem Jahr auch vermehrt junge Brenner ihre Brände eingereicht haben. Damit sei die Angst von einer Überalterung vom Tisch.

Mit Freude habe er auch festgestellt, dass vermehrt Frauen in die hohe Kunst des Brennens einsteigen. Von den sechs anwesenden Brennerinnen erreichten Ursi Koch aus Braunau bei der Gruppe Zwetschge und Elvira Müller aus Bauma bei der Gruppe Apfel gar die höchsten Prämierungen. Hollenstein gratulierte allen zu den guten Resultaten.