Die Weite des Universums
NaturPlus Fischingen wirft zum Jubiläum einen Blick in die Sterne

NaturPlus Fischingen wird 20 Jahre alt. Für die Verantwortlichen bedeutete das, einen Blick in die Sterne zu wagen. Dies geschah mittels eines Referats von Ewgeni Obreschkow gleich nach der Hauptversammlung im evangelischen Kirchgemeindehaus Dussnang.

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Referent Ewgeni Obreschkow und NaturPlus-Präsident Nikolaus Schnell.

Referent Ewgeni Obreschkow und NaturPlus-Präsident Nikolaus Schnell.

Bild: PD

44 Interessierte versammelten sich trotz schwülwarmen Wetters im evangelischen Kirchgemeindehaus in Dussnang und begaben sich zusammen mit Ewgeni Obreschkow in die Weite des Universums. Der Referent versuchte dem Publikum, soweit möglich, die Dimensionen und Distanzen im Weltraum zu vermitteln. So wurde anhand von Modellen beispielsweise annähernd bewusst, wie weit die Entfernung der Sonne vom Mond und der Erde tatsächlich ist und welch ausserordentlichem Zufall es zu verdanken ist, wenn die Erde exakt zwischen den beiden steht, sodass bei uns die sogenannte Mondfinsternis herrscht.

Exkursion ins 16. Jahrhundert

Weiter nahm Obreschkow die Anwesenden mit auf eine Reise ins 16. Jahrhundert und machte einen kurzen Streifzug durch die menschliche Geschichte. Nämlich, als Nikolaus Kopernikus das ansehnliche Weltbild, welches bis anhin die Kirche den Menschen vermittelte, auf den Kopf stellte. Während die Menschen zu dieser Zeit die Erde als Mittelpunkt des Universums sahen und die Sterne als Orientierung brauchten, erklärte der Domherr und Astronom plötzlich stattdessen die Sonne zum Mittelpunkt. So kam es zum Zerwürfnis zwischen dieser und den Wissenschaftern.

Leben entsteht

Nicht nur die Erde braucht es, um Leben entstehen zu lassen. Es braucht das ganze Universum dafür. Ebenso, wie es Millionen Jahre gedauert hat, dieses zu entwickeln. «Dass es ausser uns Leben im Universum gibt, dass es da draussen sogar nur so wimmelt von Lebewesen, davon müssen wir ausgehen», so Obreschkow und fährt fort: «Auch wenn wir dies vermutlich niemals belegen können. So, wie wir niemals erfahren werden, warum Energie und Leben entsteht. Dennoch sollen wir das Leben als Wunder ansehen und uns dies stets vor Augen halten, damit wir der Natur den notwendigen Respekt entgegenbringen.»

Damit landete das Publikum wieder auf dem Boden der Erde, Europa, der Schweiz, im Thurgau, in Dussnang, im evangelischen Kirchgemeindehaus und bei den Anliegen von NaturPlus Fischingen. (pd/red)