Zwischen Felben-Wellhausen und Aadorf: Ein neues Forstrevier ward geboren

Drei Forstreviere schliessen sich zu einem grossen zusammen. Ab Anfang 2020 gibt es das Revier Wellenberg. Am Dienstagabend war Gründungsversammlung in Thundorf.

Isabelle Schwander
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Die Köpfe des neuen Forstreviers: Präsident Walter Koch, Forstrevier-Mitarbeiter Jan Wegmann sowie die beiden Revierförster Max Brenner und Ernst Greminger.(Bild: Isabelle Schwander)

Die Köpfe des neuen Forstreviers: Präsident Walter Koch, Forstrevier-Mitarbeiter Jan Wegmann sowie die beiden Revierförster Max Brenner und Ernst Greminger.(Bild: Isabelle Schwander)

2300 Hektaren ist es gross, das neue Forstrevier Wellenberg. Das ist beachtlich. Am Dienstagabend fand im Thundorfer Gemeindesaal die Gründungsversammlung der neuen Organisation statt, im Beisein einer Vielzahl privater Waldbesitzer. Als Tagespräsident wirkte Roman Engeler.

Tagespräsident Roman Engeler. (Bild: PD)

Tagespräsident Roman Engeler. (Bild: PD)

Mit dem Zusammenschluss der Forstreviere Wellenberg Nord, Thunbachtal/Sonnenberg und Aadorf/Tänikon wird per 1.Januar 2020 das neue Forstrevier Wellenberg gegründet. Dieses führt den Forstbetrieb Fortuso als Revierbetrieb. Der mittlerweile bekannte Name Fortuso wurde beibehalten, nur der Name des Reviers neu gewählt. Die bisherigen Försterstellen bleiben erhalten, und wie bis anhin hat jeder Waldeigentümer mit einem der drei Revierförster eine direkte Ansprechperson.

Walter Koch wurde als Präsident des neuen Forstreviers gewählt und richtete sogleich einige Worte an die Versammlung:

«Es ist wichtig, zusammenzustehen und möglichst solidarisch aufzutreten gegenüber den Holzkäufern. Heute sind es die Sägereien, welche bestimmen. Wir hoffen, dass der Wert des Holzes wieder gesteigert wird.»

Es gebe die Hoffnung, dass sich in der Preisfrage in absehbarer Zeit etwas bewege, wenn man die Diskussionen um erneuerbare Energieträger mitverfolge.

Budget rechnet mit 45 Franken pro Hektare Wald

Die Gründungsmitglieder bewilligten die Statuten. Auch dem Mitgliedergrundbeitrag von 20Franken und dem Flächenbeitrag von 45 Franken pro Hektare wurde mehrheitlich zugestimmt. Werner Ulrich, der in der Arbeitsgruppe mit der Vorbereitung der Reviergründung betraut war, erläuterte das Budget: «Mit diesen budgetierten Beiträgen können die hoheitlichen Aufgaben auch künftig gewährleistet werden.» Er räumte ein, dass man noch nicht wisse, wie das erste Betriebsjahr verlaufen werde. Der neue Vorstand habe die Aufgabe, ausgehend von der bisherigen Betriebsstruktur die Fixkosten und die Erträge in Einklang zu halten. Der zentrale Holzverkauf sei dafür ein wichtiges Kriterium, um erfolgreich auf dem Markt anzukommen.

Ein zehnköpfiger Vorstand legt die strategische Ausrichtung des Forstreviers fest. Ab 2021 werden alle drei Förster den Bürostandort im Forsthof Egg in Thundorf haben. Mit einem gemeinsamen Standort soll gewährleistet werden, dass Informationsfluss und Zusammenarbeit zwischen Revier und Betrieb gewährleistet sind.