Coronaimpfung
Verzögerung bei der Anmeldung zum Impfen: Kapazität wird der Nachfrage angepasst

Jüngst war wiederholt zu hören, trotz sinkender Impfzahlen sei es schwierig, zeitnah einen Termin im kantonalen Impfzentrum in Weinfelden zu bekommen. Die Staatskanzlei bestätigt vereinzelte Verzögerungen und begründet sie.

Hans Suter
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Die Walk-In-Impfaktion des Kanton Thurgau in Weinfelden war ein Erfolg. Deshalb gibt es am Donnerstag, 12. August, von 16 bis 20 Uhr ein erneutes terminfreies Impfen.

Die Walk-In-Impfaktion des Kanton Thurgau in Weinfelden war ein Erfolg. Deshalb gibt es am Donnerstag, 12. August, von 16 bis 20 Uhr ein erneutes terminfreies Impfen.

Andrea Stalder

Zwei Beispiele: Eine 26-jährige Frau sagte gegenüber diesem Medium, man habe ihr am Telefon erst gegen Ende September einen Impftermin anbieten können. Das war gegen Ende Juli. Sie hat sich dann entschlossen, am 29. Juli die Walk-in-Impfung zu nutzen. Eine Mutter aus Weinfelden hat auf Facebook gepostet, ihren 15-jährigen Sohn online zum Impfen angemeldet zu haben. Den ersten Termin habe dieser erst im September, einen zweiten noch gar nicht erhalten. Nur Zufall oder gibt es da ein Problem?

«Aktuell erhält man einen Termin innerhalb von zirka drei Tagen»

«Vereinzelt mussten Personen tatsächlich länger auf einen Termin warten», sagt Miriam Hetzel vom Informationsdienst der Thurgauer Staatskanzlei. Der Grund liege darin, dass die Termine aufgrund der Nachfrage vergeben werden.

«Wir öffnen nur so viele Impfspuren, wie wir auch tatsächlich auslasten können.»

Die Nachfrage ausserhalb der Walk-in-Impfungen sei während der Sommerferien merklich zurückgegangen. Im Hinblick auf das Ende der Sommerferien sei die Kapazität im Impfzentrum Weinfelden wieder hochgefahren worden. Zudem könne man seit Anfang August bei der Anmeldung seinen Impftermin selbst wählen.

«Aktuell erhält man einen Termin innerhalb von zirka drei Tagen», sagt Miriam Hetzel. Auch werde das Angebot der Walk-in-Impfungen diesen Donnerstag von 16 bis 20 Uhr nochmals verlängert. Über eine Erweiterung des Angebots nach den Sommerferien sei der Fachstab derzeit in Diskussion.

Separater Impfbereich für Teenager

Miriam Hetzel räumt ein, vor allem bei den Teenagern sei es zwischenzeitlich zu längeren Wartezeiten gekommen. Der Grund:

«Für Teenager wurde im Impfzentrum ein eigener Bereich mit einer eigenen Impfspur geschaffen.»

Hier seien aufgrund der Nachfrage die Kapazitäten nochmals erweitert worden. Zudem stehe das Angebot der Walk-in-Impfungen auch den 12- bis 15-Jährigen zur Verfügung. «Mit diesen Massnahmen wollen wir sicherstellen, dass sich impfwillige Personen zeitnah impfen lassen können und nicht bis zu zwei Monate auf ihren Termin warten müssen.»