Urnenabstimmung
So kann man in Homburg alt werden: Stimmvolk befindet am 13. Februar über 7,5-Millionen-Franken-Kredit für Alterssiedlung

Die Bauparzelle in Hörhausen befindet sich seit 2017 in Besitz der Gemeinde. Nun soll das Stimmvolk über den Baukredit für die zwölf Alterswohnungen sowie Bistro, Ateliers und Gästezimmer entscheiden. Bei einem Ja soll der Neubau im Sommer 2024 bezugsbereit sein.

Manuela Olgiati
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Visualisierung des Neubaus in Hörhausen.

Visualisierung des Neubaus in Hörhausen.

Bild: PD

Ein Generationenprojekt, das in rund zwei Jahren stehen soll: Darüber befinden die Homburger Stimmberechtigten am 13. Februar an der Urne. Es geht um einen Baukredit von 7,5 Millionen Franken für das Generationenprojekt «Wohnen im Alter». Der Gemeinderat von Homburg lud die Stimmberechtigten am Mittwochabend zu einer Informationsveranstaltung in die Mehrzweckhalle Unterhörstetten ein. 29 Stimmberechtigte kamen und informierten sich über die Baupläne des Architekturbüros Häberlin AG Müllheim. Die Architekten standen Rede und Antwort. Vizegemeindepräsident Franz Zaugg, der die Veranstaltung leitete, sagte:

Homburgs Vizegemeindepräsident Franz Zaugg.

Homburgs Vizegemeindepräsident Franz Zaugg.

Bild: Manuela Olgiati
«Ich freue mich über das Interesse.»

Die Finanzplanung interessiert die Stimmbürger. Betreffend Finanzierbarkeit über Fremd- und/oder Eigenkapital stehen noch offene Fragen im Raum. Zaugg sagte: «Über eine Finanzierung wird sich der Gemeinderat noch Gedanken machen.» Doch zuerst brauche es die Zustimmung der Stimmberechtigten.

Zwölf Wohnungen auf drei Wohngeschossen

An der Infoveranstaltung am Mittwochabend.

An der Infoveranstaltung am Mittwochabend.

Bild: Manuela Olgiati

Nach dem Kauf der Baulandparzelle in Hörhausen für 570'000 Franken im Jahr 2017, nach gemäss Zaugg «langwierigen» Abklärungen und einem Studienauftrag, soll nun gebaut werden. Findet das viergeschossige Wohngebäude mit zwölf Wohnungen auf drei Wohngeschossen Zustimmung, geht es an die Detailplanung. Nach Zeitplan sollte das Wohnhaus in rund zwei Jahren gebaut und voraussichtlich im Sommer 2024 bezugsbereit sein. Eingeplant sind im eingeschossigen Nebengebäude ein Bistro für Bewohner, Gästezimmer, Ateliers und Serviceräume. Auch ein kleiner Gemeinschaftsgarten ist vorgesehen.

Architekt Yves Häberlin und Vizegemeindepräsident Franz Zaugg.

Architekt Yves Häberlin und Vizegemeindepräsident Franz Zaugg.

Bild: Manuela Olgiati
«Ich bin selber in der Gemeinde Homburg aufgewachsen und kenne jede Ecke im Dorf.»

Das sagte Architekt Yves Häberlin der Häberlin Architekten AG in Müllheim. Dieses Bauprojekt sei sein Herzensprojekt, erklärte Häberlin, während er die Baupläne vorstellte. Der Standort auf der gemeindeeigenen Parzelle an der Kreuzung Haupt-/Unterdorfstrasse in Hörhausen beinhaltet das Konzept mit 2,5- und 3,5-Zimmer-Wohnungen. Es sind Wohneinheiten im multifunktionalen Design, die sich ins Ortsbild integrieren. In der Tiefgarage entstehen 26 Autoeinstellplätze.

Raumkonzept bietet viele Vorteile

Erdgeschossgrundriss des Bauprojekts in Hörhausen.

Erdgeschossgrundriss des Bauprojekts in Hörhausen.

Bild: PD

Die klare Struktur des Wohnhauses werde aus räumlichen Schichten gebildet, sagte Häberlin. Der Haupteingang, der auf Strassenniveau liege und über Treppen oder Lift auf das tiefer liegende Hofniveau oder zu den Lauben im ersten und zweiten Obergeschoss führe, biete auch einen gewissen Schutz. «Die Tiefe der Lauben als erste Raumschicht hilft, den Zugangsbereich der Wohnungen zu erschliessen», sagte Häberlin weiter. Die zweite Raumschicht beinhalte die erste Zimmerschicht und nehme den Eingangs- und Essbereich, die Küche und ein Zimmer auf, weist der Architekt auf die Vorteile dieses Raumkonzeptes.

Die interessierte Bevölkerung am Mittwochabend.

Die interessierte Bevölkerung am Mittwochabend.

Bild: Manuela Olgiati
«Die Mieten der Wohnungen sind auf allen Geschossen dieselben.»

Das antwortete Zaugg auf eine Frage aus den Reihen der Stimmbürger. Ein Votant interessierte sich für ein Heizmodell im Wärmeverbund. Dies sei bereits in die Planung einbezogen, sagte Zaugg weiter. Eine Diskussion entstand auch über eine Solaranlage. Die Wohnungen sollten «prioritär» von Homburger Senioren gemietet werden, sagte Zaugg. Bei einer geringeren Auslastung der Wohnungen wäre allerdings auch eine Vermietung an jüngere Generationen denkbar. Für Familien mit Kindern seien die Wohnungen jedoch nicht vorgesehen.

Visualisierung des Bauprojekts.

Visualisierung des Bauprojekts.

Bild: PD

An der Urne vom 13. Februar geht es nebst der Abstimmung zu «Wohnen im Alter» auch um den Beitritt der Gemeinde Homburg zum Verein Soziale Dienst Untersee & Rhein.