Thurgau
«Man weiss nie, wie lange ‹später› dauern wird»: Frauen lassen die Seele baumeln

Am Dienstag, dem Weltfrauentag, trafen sich rund 50 Frauen zum «Frauen Power Tag» des Thurgauischen Katholischen Frauenbundes in Weinfelden. «Dieser Tag ist zum Geniessen da», stellte Präsidentin Judith Iten-Auf der Maur gleich zu Beginn klar.

Monika Wick
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Auch ein Gottesdienst gehört zum «Frauen Power Tag». Geleitet wird er von Susanne Umbricht, Vorstandsmitglied und geistliche Begleiterin.

Auch ein Gottesdienst gehört zum «Frauen Power Tag». Geleitet wird er von Susanne Umbricht, Vorstandsmitglied und geistliche Begleiterin.

Bild: Monika Wick

«Mängisch rüefet alli scho am Morge chum, chum. Mängisch möchti flüge, wiit wiit furt», singt Monika Künzli. Viele der rund fünfzig Zuhörerinnen kennen die Situation aus ihrem Alltag und nicken zustimmend. Am «Frauen Power Tag», zu dem der Thurgauische Katholische Frauenbund (TKF) eingeladen hatte, mussten sich die Frauen für einmal um nichts kümmern und konnten für ein paar Stunden die Seele baumeln.

Judith Iten-Auf der Maur, Präsidentin des TKF.

Judith Iten-Auf der Maur, Präsidentin des TKF.

Bild: Monika Wick

Gleich zu Beginn werden den Frauen in der gemütlichen Gerichtsherrenstube des Gasthauses zum Trauben Kaffee und Gipfeli serviert. «Dieser Tag ist zum Geniessen da», stellt Judith Iten-Auf der Maur, die neue Präsidentin des TKF, klar.

«Man weiss nie, wie lange ‹später› dauern wird»

Monica Schori, Erwachsenenbildnerin.

Monica Schori, Erwachsenenbildnerin.

Bild: Monika Wick

Dass Frauen dazu neigen, ihre Wünsche und Träume auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben, zeigte das Referat von Erwachsenenbildnerin Monica Schori. Die Aargauerin erklärt, dass die eigenen Bedürfnisse und Wünsche oft aus Rücksicht auf andere, Angst vor Reaktionen aus dem Umfeld oder dem Mangel an Mut verschoben werden. Weitere Faktoren seien teils seit Generationen weitergegebene Überzeugungen. «Alte Gewohnheiten müssen immer wieder überprüft werden, da sie uns einiges verbauen», sagt Monica Schori. Sie rät, keine Entschuldigungen zu suchen und Wünsche auf später zu verschieben: «Man weiss nie, wie lange ‹später› dauern wird.»

Auch ein Gottesdienst gehört zum «Frauen Power Tag». Geleitet wird er von Susanne Umbricht, Vorstandsmitglied und geistliche Begleiterin. Im Zentrum steht die Aussage des Hauptmanns von Karfarnaum: «Sprich nur ein Wort, so wird meine Seele gesund.»

Feinstes Olivenöl von einer Schweizerin aus Andalusien

Brigitte Schläpfer, Olivenbäuerin in Andalusien, erklärt, woran man ein gutes Olivenöl erkennt und wofür es sich eignet.

Brigitte Schläpfer, Olivenbäuerin in Andalusien, erklärt, woran man ein gutes Olivenöl erkennt und wofür es sich eignet.

Bild: Monika Wick

Nach dem Essen aus der «Trauben»-Küche geht es kulinarisch weiter. Brigitte Schläpfer, Olivenbäuerin in Andalusien, spricht zum Thema «Olivenöl – das Lebenselixier». Sie ist 2013 mit ihrer Familie nach Spanien ausgewandert, wo sie eine alte Olivenmühle umgebaut und als Landhotel wiedereröffnet hat. «Andalusien ist das grösste Olivenanbaugebiet der Welt.» Sie schwärmt von Bäumen, die trotz enormer Temperaturen und Wasserknappheit schon 400 Jahre alt sind. In einer Degustation erklärt sie, woran man gutes Olivenöl erkennt und wofür es sich eignet.