Tagung
Thurgauer Behördenfrauen stärken sich durch Vernetzung

Die Thurgauer Behördenfrauen tagten zum Thema «Kompetenz und Kommunikation – mutig auftreten und Stärke zeigen.» Organisiert wurde der Anlass von« Die Mitte Frauen Thurgau».

Manuela Olgiati
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Cornelia Trefzer, Leiterin Kommunikation der Stadt Frauenfeld, geht mit den Teilnehmerinnen auf das «ABC der Medienarbeit» ein.

Cornelia Trefzer, Leiterin Kommunikation der Stadt Frauenfeld, geht mit den Teilnehmerinnen auf das «ABC der Medienarbeit» ein.

Bild: Manuela Olgiati

95 Mitte-Frauen aus verschiedenen parteiübergreifenden Gremien haben am Samstag an der Behördenfrauentagung der Mitte-Partei in Erlen teilgenommen. Initiantin ist die ehemalige CVP-Kantonsrätin Madlen Neubauer aus Erlen.

Madlen Neubauer, Initiantin der Behördenfrauentagung.

Madlen Neubauer, Initiantin der Behördenfrauentagung.

Bild: Manuela Olgiati

Vertreterinnen aus Gemeinden, Schulen und Kirchbehörden pflegten ihr Netzwerk. Aus der Arbeit im Hintergrund hinaustreten, das war Thema der Tagung «Kompetenz und Kommunikation – mutig auftreten und Stärke zeigen». Neubauer sagte: «Es scheint ein grosses Bedürfnis nach Austausch vorhanden zu sein.»

Die Teilnehmerinnen brachten sich in Gruppen an vier Workshops ein. Kommunikation in der Behörde und auch der Umgang mit Medienschaffenden will gelernt sein. Cornelia Trefzer, die Leiterin Kommunikation der Stadt Frauenfeld, ging mit ihren Teilnehmerinnen auf das «ABC der Medienarbeit» ein. Dazu zählt sie auch ein Kommunikationskonzept.

Sicheres Auftreten in der Öffentlichkeit

Dass die ersten Sekunden entscheiden, wie eine Person beim Gegenüber wahrgenommen wird, demonstrierte Sandra Bachmann-Kohmann, die Abteilungsleiterin Schulunterstützung beim Amt für Volksschule Thurgau, im Workshop «Sicheres Auftreten in der Öffentlichkeit». Als Rednerin zu überzeugen und Botschaften zu platzieren, sei mit einer guten Vorbereitung verknüpft. Auch die Kleidung und Haltung, die Wortwahl und der Tonfall einer Rednerin verdiene Beachtung.

Menschen kommunizieren zu 80 Prozent nonverbal: Das macht die Arboner Primarschulpräsidentin Regina Hiller im dritten Workshop deutlich.

Menschen kommunizieren zu 80 Prozent nonverbal: Das macht die Arboner Primarschulpräsidentin Regina Hiller im dritten Workshop deutlich.

Bild: Manuela Olgiati

Kommunikation und Zeitaufwand

Dass Menschen zu 80 Prozent nonverbal kommunizieren, machte die Arboner Primarschulpräsidentin Regina Hiller im dritten Workshop deutlich. Sie leitete und diskutierte mit der Gruppe über deren Auswahlthema «Das Auffrischen meines Rüstzeugs für die Behördenarbeit». Kompetent in einer Sache sein und konstruktiv zu arbeiten, mache eine Behörde mit unterschiedlichen Charakteren gemeinsam stark.

Die Stärken weiter stärken

Stärken zu stärken sei in der täglichen Arbeit wichtig, sagte Workshopleiterin und Mentalcoach Regula Brunner-Keller im Plenum. Zuvor hatte sie mit ihren Teilnehmerinnen über «Selbstmanagement im dichten Terminkalender» diskutiert. Das Einführungsreferat mit anschliessender Diskussion hielt Bigna Silberschmidt, SRF-Redaktorin und Moderatorin der SRF-Sendung «10 vor 10», zum Thema «Diversität in den Medien»: Wie Sprache und Bilder zur gesellschaftlichen Veränderung beitragen und was es braucht, um die Sichtbarkeit von Frauen in den Medien zu erhöhen. (mo)