Glosse
Sahara trifft Osterhalden: Was Berner Stadträtinnen in Frauenfeld mit Schlafsäcken zu tun haben

Murgspritzer: Frauenfeld ist die gefehlte Multikulti-Stadt. Der Stapi stammt aus Dänemark, eine Exekutivpolitikerin sprich Berndeutsch. Und der Baudirektor kommt vom Land. Das geht es auch ohne Zuckerrübenschnaps, findet TZ-Redaktor Mathias Frei.

Mathias Frei
Drucken
Ein Schlafsackanzug.

Ein Schlafsackanzug.

Bild: PD

Das ist gelebte Willkommenskultur im Kanton Thurgau. Jeder Schlafsack zählt für die traumatisierten Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine. Und Frauenfeld begrüsst nicht mit stockdickem Nebel, sondern Saharastaub. Dazu würde eigentlich der erdig-weltoffene Duft der Zuckeri passen. Vielleicht könnte man ja eine Zwischenkampagne einschalten.

Mathias Frei.

Mathias Frei.

Bild: Andrea Stalder

Aber auch ohne Runggle-Schnäpsli im «Refugees Welcome»-Package ist Frauenfeld schon eine cheibe open-minded City. Wo sonst stammt der Stapi ursprünglich aus Dänemark und heisst wie aus Schweden, hat die Sozialministerin rote Haare und einen berndeutschen Dialekt, und wo sonst kommt der Baudirektor von ennet dem Osterhaldenkreisel. Und niemand sagt was. Das ist schön.