Kultur
Premieren und eine Ehrung am Neujahrskonzert der Stadtmusik Frauenfeld

Das Neujahrskonzert der Stadtmusik fand nicht nur vor Livepublikum statt. Erstmals wurde der Anlass auch mittels Livestream im Internet übertragen.

Andreas Taverner
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Urkunde und Medaille für 60 Jahre Musik: Klarinettist Joseph Spescha mit Kantonalpräsidentin Ruth Gubler.

Urkunde und Medaille für 60 Jahre Musik: Klarinettist Joseph Spescha mit Kantonalpräsidentin Ruth Gubler.

«Es ist erstmalig, dass wir ein Neujahrskonzert geben, und dieses auch noch als Livestream ausgestrahlt wird», sagt ein etwas nervöser Musiker der Stadtmusik Frauenfeld am Samstagabend in der evangelischen Stadtkirche Frauenfeld.

Denn es ist etwa zwei Jahre her, dass die Musik letztmals ein grösseres Konzert veranstalten konnte. «Ich komme, weil ich selbst musiziere und einige der anwesenden Musiker kenne», sagt ein älterer Herr, weshalb er den Anlass besucht. SRF-Redaktorin Sabrina Lehmann moderiert souverän durch den Anlass und wünscht sich, dass 10000 Personen per Livestream das Konzert am Bildschirm verfolgen. Tatsächlich dürften es um die 400 gewesen sein. Eine Fanfare ertönt. Mit der Ouvertüre «Leichte Kavallerie» von Franz von Suppè eröffnen die rund 60 Musiker unter ihrem Dirigenten Thomas Fischer, das rund eineinhalb stündige Konzert der Extraklasse. Dabei steht vor allem Johann Strauss Junior mit sechs von zehn Stücken im Vordergrund.

Die Stadtmusik Frauenfeld in Aktion.

Die Stadtmusik Frauenfeld in Aktion.

Bild: Andreas Taverner

Eine späte Ehrung und noch mehr Applaus erhält wegen Covid zwei Jahre später als vorgesehen, Joseph Spescha. Er ist einer von zwölf Klarinettisten der Stadtmusik. In Anbetracht seiner nun über 60 Jahre als aktiver Musiker, davon rund 20 Jahre in der Stadtmusik, wird ihm die goldene Verdienstmedaille von Ruth Gubler, Präsidentin des Thurgauer Kantonal-Musikverbandes übergeben. Dies, nachdem sie sein Wirken in einer Lobrede ausführlich gewürdigt hat. Von Fabian Bächi, Präsident der Stadtmusik, erfahren die Besucher, dass nach mehrmaligem Umzug der Probelokalitäten jetzt eine Lösung gefunden werden konnte. «Ab März sind wir im Langfeld gerade über der Migros», erklärt er den Anwesenden.

Nachdem mit «Wiener Blut» der Anlass zu Ende ist, erklatscht sich das Publikum noch eine Zugabe.