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Daniel Hubmann macht 18 Plätze gut: Der Thurgauer Orientierungsläufer trägt zur besten Klassierung eines nicht-skandinavischen Teams bei

Die 72. Austragung der prestigeträchtigen Jukola-Klubstaffel ist für Daniel Hubmann eine besondere Angelegenheit. Mit seinem Wechsel zum Berner Team OL norska begrub der Weltklasseläufer aus Eschlikon jegliche Siegeschancen. Dennoch gelang ihm und seinen neuen Teamkollegen ein kleiner Erfolg.

Jörg Greb
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Daniel Hubmann trug massgeblich zum 19. Platz der OL norska bei. Gleichwohl wurde das angestrebte Topergebnis verpasst.

Daniel Hubmann trug massgeblich zum 19. Platz der OL norska bei. Gleichwohl wurde das angestrebte Topergebnis verpasst.

Nisse Schmidt/EPA (Idre, 14. August 2021)

An der prestigeträchtigen Jukola-Klubstaffel in Finnland belegte die Schweizer Equipe OL norska mit Daniel Hubmann Platz 19 unter den 1200 Siebnerteams. Das angesteuerte Topergebnis verpasst es damit. Dennoch handelt es sich um die beste Klassierung eines nicht-skandinavischen Männerteams bei der 72. Austragung. Hubmann, der auf dieses Jahr für die internationalen Staffeln von seinem ehemaligen finnischen Verein Koovere Tampere zu den Bernern gewechselt hat, bilanziert nach dem Wettkampf vom vergangenen Wochenende: «Wir hatten uns etwas mehr erhofft, aber die Ausfälle von Jonas Egger und Florian Schneider fielen erwartungsgemäss zu sehr ins Gewicht.»

Hubmann selber glückte eine vorzügliche Leistung. Auf dem längsten Abschnitt (3.) in der stockfinsteren Nacht lief der Thurgauer von Position 28 auf Position 10 vor und verkürzte dabei den Rückstand auf das Leaderteam von fünf auf zwei Minuten. «Ich konnte uns im Rennen halten», sagt er. Die fehlende Ausgeglichenheit forderte aber ihren Tribut. Und Hubmann schlussfolgert: «Der Rang ist okay, wir haben das Minimalziel erreicht.» Den Klubwechsel bereut er nicht – auch wenn es «etwas ganz anderes ist, wenn du um den Sieg laufen kannst». Daniel Hubmann gehörte schon vier Mal dem Siegerteam an. Jetzt schaut er in die Zukunft und hofft, es böten sich für die Schweizer weitere Möglichkeiten, sich noch mehr auszuzeichnen.

Ab jetzt gilt der Fokus dem Gesamtweltcup

Eine persönliche Perspektive brachte er ebenfalls zurück aus dem hohen Norden: In der Woche zuvor festigte er mit zwei Podestplätzen seine Position im Gesamtklassement des Weltcups. Am Final in Italien Ende September steuert der fünffache Weltcup-Gesamtsieger (zuletzt 2015) einen Podestrang an. Mit dem norwegischen Weltmeister Kaspar Fossen sowie den beiden Schweizer Teamkollegen Joey Hadorn und Matthias Kyburz wird er sich duellieren.