Nachgefragt
«Den Blick auf den Untersee werde ich vermissen»: Verena Bachmann verlässt nicht nur die Verwaltung Wagenhausens, sondern auch den Thurgau

25 Jahre lang hat Verena Bachmann in der Verwaltung der Gemeinde Wagenhausen gearbeitet. Sie war unter anderem für die Werke und die AHV-Zweigstelle verantwortlich. Per Ende Juli geht sie in den frühzeitigen Ruhestand.

Janine Bollhalder
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Verena Bachmann wurde an der Rechnungsgemeinde Ende Mai 2021 verabschiedet.

Verena Bachmann wurde an der Rechnungsgemeinde Ende Mai 2021 verabschiedet.

Bild: Margrith Pfister-Kübler
Verena Bachmann, langjährige Verwaltungsangestellte Wagenhausens.

Verena Bachmann, langjährige Verwaltungsangestellte Wagenhausens.

Bild: PD

Welches war über die Jahre Ihre Lieblingsaufgabe?

Verena Bachmann: Mein ursprüngliches Arbeitsgebiet, die technischen Werke und die AHV-Zweigstelle, habe ich immer sehr geschätzt. Zur Arbeit bei den technischen Werken gehören Aufgaben wie die Rechnungsstellung, die Anpassung von Mutationen sowie das Mahnwesen. Aber auch die Arbeit als Leiterin der AHV-Zweigstelle hat mir stets gefallen. Es ist schön, den älteren Menschen helfen zu können.

Wie sind Sie vor 25 Jahren zu Ihrer Arbeitsstelle gekommen?

Nachdem sich im Jahr 1995 die Ortschaften Wagenhausen, Kaltenbach-Etzwilen und Rheinklingen zusammengeschlossen haben, wurde eine neue Teilzeitstelle für die technischen Werke und die AHV-Zweigstelle geschaffen. Ab dem 1. Juni 1996 habe ich diese Aufgabe übernommen. Über die Jahre hat sich mein Aufgabenbereich dann erweitert.

Hat es einen besonderen Moment in diesen 25 Jahren gegeben, der Ihnen in Erinnerung geblieben ist?

Es ist wie bei allem – es gibt Schönes und weniger Schönes. Ich blicke auf viele schöne und auch lustige Momente zurück. Zur Bevölkerung hatte ich fast immer einen guten Draht. Ich habe über die Jahre gelernt, dass ein Lächeln immer hilft. Es ist eine freundliche Geste, die oftmals zurückkommt.

Wann ist Ihr effektiv letzter Arbeitstag?

Am Donnerstag, 29. Juli. Ich bin noch in den Planungen für ein kleines Abschiedsfest. Doch aufgrund der Pandemie gestaltet sich das etwas schwieriger.

Nach Ihrem Rücktritt ziehen Sie in den Aargau. Was hat Sie zu diesem Schritt bewogen?

Die Liebe! Ich habe das Glück, einen neuen Lebenspartner gefunden zu haben. Er lebt im Aargau und ich ziehe zu ihm. Doch die Lage mit Blick direkt auf den Untersee werde ich ganz sicher vermissen.

Womit werden Sie Ihre neue freie Zeit füllen?

Ich werde viel Zeit im Garten verbringen. Und ich freue mich, einfach sein zu können. Aufstehen, wann ich will, verreisen, wann ich will. Etwa spontan ins Tessin in unser Rustico fahren. Oder mir einen grossen Traum erfüllen und für mehrere Wochen nach Kanada zu reisen.