Fast 1000 Personen kandidieren fürs Thurgauer Kantonsparlament

Bis am Montag hatten Parteien und Gruppierungen Zeit, ihre Wahlvorschläge für die Grossratswahlen vom 15. März einzureichen. Auf 51 Wahllisten haben sich 988 Kandidaten gemeldet.

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Der Thurgauer Grosse Rat bei einer Sitzung in Weinfelden. Die Sitze im Kantonsparlament sind begehrt.

Der Thurgauer Grosse Rat bei einer Sitzung in Weinfelden. Die Sitze im Kantonsparlament sind begehrt.

(Bild: Donato Caspari)

(red/rsc) Von Politikverdrossenheit ist im Thurgau keine Spur. Das zeigen zumindest die Kandidaturen für die Grossratswahlen vom 15. März: 988 Personen wollen einen der 130 Sitze im Thurgauer Kantonsparlament ergattern. Das sind 74 mehr als noch bei den Wahlen vor vier Jahren.

Auf den insgesamt 51 Wahllisten sind 363 Frauen und 625 Männer aufgeführt. Der Frauenanteil liegt bei 36,7 Prozent, das sind 5,3 Prozent mehr als 2016. Von den bisherigen Kantonsrätinnen und Kantonsräten treten 118 zur Wiederwahl an.

Insgesamt hat die Thurgauer Staatskanzlei für die kommenden Wahlen 13 Listennummern vergeben. Nicht alle Parteien treten jedoch in allen fünf Bezirken an. So verfügen die Junge CVP nur in den Bezirken Münchwilen und Weinfelden, die Juso nur im Bezirk Kreuzlingen, die BDP nur in den Bezirken Frauenfeld und Weinfelden sowie die Jungen Grünen nur im Bezirk Frauenfeld über eine Liste. Pro Bezirk stehen damit zwischen neun und elf Listen zur Auswahl. Bis am 13. Januar haben die Parteien noch Zeit, allfällige Listen- und Unterlistenverbindungen anzumelden.

Die fünf Bezirke teilen sich die 130 Sitze wie folgt:

  • Arbon: 27
  • Frauenfeld: 32
  • Kreuzlingen: 23
  • Münchwilen: 22
  • Weinfelden: 26

Vor vier Jahren noch gingen die SVP, die FDP und die GLP als Sieger der Wahlen hervor. Mit 44 Sitzen ist die SVP die aktuell stärkste Partei im Grossen Rat, gefolgt von der FDP und der CVP, die je über 20 Sitze verfügen. Verloren hat 2016 unter anderem die BDP, welche mit aktuell drei Sitzen die kleinste Partei im Thurgauer Kantonsparlament stellt.

Am 15. März wählen die Thurgauer Stimmbürger nicht nur ihr Kantonsparlament, sondern auch erstmals gleichzeitig die Kantonsregierung. Damit wird der Nachfolger von Finanzminister Jakob Stark (SVP) gewählt, der im Oktober die Wahl in den Ständerat geschafft hatte. Für dessen Nachfolge hat bisher einzig der Romanshorner Kantonsrat Urs Martin (SVP) seine Kandidatur bekanntgegeben.