Eschlikon erhält die erste grossflächige 30er-Zone

Die Gemeinde kann die 30er-Zone im Oberdorf sowie zwei Parkverbote in diesen Tagen realisieren.

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Im unteren Bereich der Wallenwiler Mettlenstrasse gilt seit kurzem ein beidseitiges Parkverbot. (Bild: PD)

Im unteren Bereich der Wallenwiler Mettlenstrasse gilt seit kurzem ein beidseitiges Parkverbot. (Bild: PD)

(rsc/red) Es tut sich etwas auf den Eschliker Gemeindestrassen: In diesen Tagen werden gleich drei Verkehrsanordnungen umgesetzt. Einerseits die Tempo-30-Zone im Oberdorf sowie die zwei Parkverbote an der Mettlenstrasse und dem Lindenweg (unsere Zeitung berichtete).

Alle drei Anordnungen sind in den vergangenen Wochen öffentlich aufgelegen. Gegen keines der Vorhaben wurde Einsprache erhoben, wie der Eschliker Gemeinderat berichtet. Die Parkverbote sind bereits realisiert; in den nächsten Tagen soll die 30er-Zone im Oberdorf folgen.

«Langersehnte Massnahme»

Die Parkverbote entlang des unteren Teils der Mettlenstrasse und dem Lindenweg seien Bestandteile des von der Strassenkommission erarbeiteten Parkierungskonzepts. «Vor allem mit dem Parkverbot auf der Mettlenstrasse wird nun ein vermeintlich langersehntes Vorhaben umgesetzt», schreibt der Gemeinderat weiter. Weil nun keine Fahrzeuge mehr auf der Strasse parkieren dürfen, werde nämlich die Sicherheit für sämtliche Verkehrsteilnehmenden erhöht.

Beim Lindenweg sei es das Ziel der Strassenkommission vor allem gewesen, der teilweise chaotischen Parkierung Einhalt zu gewähren. Dass diese Massnahme die Verkehrssicherheit fördert, davon geht die Gemeindebehörde allerdings nicht aus. Denn die parkierten Autos entlang der Strasse hätten eine «natürliche verkehrsberuhigende Wirkung» gehabt. Umso besser sei es deshalb, dass die Geschwindigkeit auf Tempo 30 reduziert werde.

Lange Vorgeschichte

Dass die 30er-Zone am Lindenweg beziehungsweise im ganzen Quartier Oberdorf gleichzeitig umgesetzt werden kann, erachtet der Gemeinderat als nicht selbstverständlich. Jahrelang war Tempo 30 nämlich ein brisantes Politikum in Eschlikon. Anfang 2009 waren es die Grünen, die mit ihrer Petition für Tempo 30 auf Quartierstrassen das Thema angestossen hatten. Der Gemeinderat entschied sich damals, kein generelles Tempo 30 einzuführen. Stattdessen wurden auf mehreren Quartierstrassen Herz-Markierungen angebracht, die ein freiwilliges Tempo 30 signalisieren.

Die Geschwindigkeitsreduktion im Oberdorf war nun weder an der Infoveranstaltung, noch während der öffentlichen Auflage ein streitbares Thema. Abgesehen von der langen Vorgeschichte konnte die 30er-Zone deshalb schliesslich schnell zur Umsetzung gelangen. Der Gemeinderat schreibt:

«Bleibt zu hoffen, dass dies in den weiteren Quartieren ebenfalls der Fall sein wird.»

Im zweiten Halbjahr 2019 soll nämlich die nächste grossflächige 30er-Zone in Wallenwil in Angriff genommen werden.