Hilfe zur Selbsthilfe
Städtepartnerschaft Frauenfeld-St.Gallen-Schaffhausen-Winterthur unterstützt 2022 das Projekt «My Body, My Right, My Future» im Südsudan

Das Projekt der in Olten beheimateten Stiftung Horyzon hat zum Ziel, junge Frauen im Südsudan zu unterstützen und ihnen einen Ausweg aus sexueller Gewalt, Armut und mangelnder Schulbildung zu ermöglichen. An den Unterstützungsbeitrag von 275'000 Franken steuert die Stadt Frauenfeld 35'000 Franken bei.

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Eine Impression aus dem Südsudan.

Eine Impression aus dem Südsudan.

Bild: PD/«Horyzon»

Die Städte Schaffhausen, Frauenfeld, Winterthur und St.Gallen arbeiten in der Auslandshilfe eng zusammen. Jährlich alternierend nehmen die Städte Gesuche von Hilfsprojekten entgegen und empfehlen der Städtepartnerschaft ein Projekt zur Unterstützung. Mit dem Projekt «My Body, My Right, My Future» wird erstmalig ein Projekt im Südsudan unterstützt. Dies teilt das Departement für Gesellschaft und Soziales der Stadt Frauenfeld mit. Schwerpunkte des Projekts sind die Aufklärung der Mädchen und jungen Frauen und das Aufzeigen von Auswegen, wie sie dem Teufelskreis aus sexueller Gewalt, grosser Armut und mangelnder Schulbildung entfliehen können.

Ein Beitrag zum Engagement von «Horyzon» im Südsudan.

Video: Youtube
Barbara Dätwyler Weber, Stadträtin und Departementsvorsteherin Gesellschaft und Soziales.

Barbara Dätwyler Weber, Stadträtin und Departementsvorsteherin Gesellschaft und Soziales.

Bild: Tobias Garcia

Das Projekt der Stiftung Horyzon erreicht Kinder und Jugendliche zwischen zehn und 19 Jahren aus den ärmsten Bevölkerungsschichten. Jährlich werden dabei rund 12'000 Menschen direkt begünstigt. Durch die unterschiedlichen Aktivitäten werden aber auch Lehrpersonen, Dorfälteste sowie Mitarbeitende von Gesundheitseinrichtungen miteinbezogen.

Sensibilisierung zu Gesundheitsrechten und Gesundheitsversorgung

Junge Frauen im Südsudan.

Junge Frauen im Südsudan.

Bild: PD/«Horyzon»

Das Programm umfasst zwei Handlungsebenen: Während es im Bereich «Sensibilisierung und gesundheitliche Rechte» darum geht, weite Bevölkerungskreise für sexuelle Gesundheitsrechte zu sensibilisieren, lernen die Jugendlichen im Bereich «Gesundheitsversorgung» mehr über Themen wie Sexualität oder Hygiene. Gleichzeitig können sich Bezugspersonen in der Behandlung von und Kommunikation mit Jugendlichen weiterbilden und so ein Umfeld schaffen, in dem die Entwicklung der Jugendlichen gefördert wird. Mädchen und junge Frauen nehmen regelmässig am Schulunterricht teil. Somit haben sie bessere Chancen, der Armut zu entkommen.

Vom Unterstützungsbeitrag von 275'000 Franken entfallen auf Winterthur 108'000 Franken, auf St.Gallen 84'000 Franken, auf Schaffhausen 48'000 Franken und auf Frauenfeld 35'000 Franken. (red)