Freizeit
Musik, Spass und Leidenschaft: Ende April steigt in der Badi Stettfurt eine neue Hip-Hop-Open-Air-Pool-Party für Junge

Am 23. April geht im Schwimmbad am Sonnenberg in Stettfurt kurz vor dem Saisonstart am 1. Mai das Festival «ZH meets TG» für rund 650 Jugendliche und Junggebliebene über die Bühne. Nebst Badespass und Konzerten stehen aber auch Kulinarik, Lifestyle und Aufklärung im Zentrum.

Samuel Koch
Drucken
Eine Pool-Party mit aufblasbarem Flamingo und Donut.

Eine Pool-Party mit aufblasbarem Flamingo und Donut.

Bild: iStockphoto

Die pandemiegebeutelte Jugend soll im Fokus stehen. Dieses Credo hat sich Fabien Gallo auf die Fahne geschrieben. Am Samstag, 23. April, organisiert der 50-Jährige deshalb in der Badi am Sonnenberg in Stettfurt das Festival «ZH meets TG», Zürich trifft Thurgau.

Der ehemalige Jugendleiter in Stettfurt fungiert mittlerweile als Präsident des Zweckverbands Badi am Sonnenberg, der sich aus den Gemeinden Stettfurt, Matzingen, Wängi, Thundorf, Lommis und Affeltrangen zusammensetzt. Nebst maximal 650 jungen Besucherinnen und Besuchern aus der Region sollen bei der eintägigen Hip-Hop-Open-Air-Pool-Party auch Newcomer-Künstlerinnen und -Künstler aus der Region für Acts von maximal 45 Minuten auf einer Bühne auftreten. Organisator Fabien Gallo aka Shaka, der das Festival seit Tagen auf Instagram vermarktet und immer wieder neue Programmpunkte ankündigt, sagt:

«Zürich trifft Thurgau, das ist für viele Leute interessant. Zudem sind die Besucherzahlen der Badi Stettfurt rückläufig.»
Fabien Gallo, Organisator.

Fabien Gallo, Organisator.

Bild: Michel Canonica

Gallo, der als Organisator privat nicht selber das Rampenlicht sucht, nutzt bei den Planungen sein Netzwerk. Einen guten Draht hat er auch zu den Machern des Open Air Frauenfeld, die am 29. Juni mit der bevorstehenden Rückkehr des «Out in the Green» unter anderem mit Metallica und Anfang Juli nach zweijährigem Unterbruch wieder mit dem grössten Hip-Hop-Festival in Europa aufwarten.

Integration, Diversität und Feminismus

Fürs kleinere Festival in Stettfurt mit einem Budget von rund 35'000 Franken weiss Fabien Gallo nebst der Gemeinde Stettfurt auch Behörden der umliegenden Gemeinden an Bord, ebenso wie den Kulturpool der Regio Frauenfeld und Thurkultur der Regio Wil. Und vor allem unterstützen ihn auch viele freiwillige Helferinnen und Helfer wie Dominic Locher, Nicola Bodinoli, Russell Abderhalden, Remi Gehring und Florin Fritschi. «Es stehen alle dahinter, das ist alles andere als selbstverständlich», meint Gallo und möchte allen seinen Dank für ihr Mitwirken und ihre Unterstützung zu Gunsten der Jugend aussprechen.

Das Schwimmbad am Sonnenberg in Stettfurt aus der Vogelperspektive.

Das Schwimmbad am Sonnenberg in Stettfurt aus der Vogelperspektive.

Bild: Olaf Kühne

Die Hip-Hop-Open-Air-Pool-Party beginnt am Samstag um 11 Uhr und soll maximal bis nachts um 2 Uhr dauern. Moderiert wird das Festival von Aaliyah Gabriel, Carmen Estella Christen und Gregory Schmidt. Nebst Badespass und Konzertauftritten stehen aber auch Kulinarik, Lifestyle und Aufklärung im Zentrum. Gallo sagt:

«Es geht dabei um sehr wichtige Themen wie Integration, Diversität und Feminismus.»

Organisiert sind zudem unter anderem ein Foodtruck, eine Crêperie, eine Brauerei, ein Kleidershop, ein Barbershop, ein Kosmetikshop, ein CBD-Handel sowie Auftritte der lokal verankerten Sponsoren. Was die Namen der Künstlerinnen und Künstler angeht, bedarf es schon vertiefte Kenntnisse aus dem Bereich Hip-Hop, Urban und R'n'B, um mitreden zu können.

Flyer mit dem Line-up.

Flyer mit dem Line-up.

Bild: PD

Zentral ist für Fabien Gallo, dass vor allem auch Musikerinnen und Musiker aus der Region eine Chance erhalten, ihre Fähigkeiten auf die Bühne zu bringen, darunter etwa Chilli, Nøor und 85luzi (alle aus Frauenfeld), Rullo und the doc (beide aus Sirnach), Criscarcia und Ibratonci (beide aus Wängi), Kostspielig (aus Stettfurt), Riskô (Matzingen) und Alan Swatch (Münchwilen). Ergänzt wird das Line-up auch von etablierteren Rappern aus dem Grossraum Zürich, aus dem Kanton St.Gallen, aus Deutschland und Österreich.

Initialzündung für Badi ist übertrieben

Auf viel Wohlwollen trifft das bevorstehende Festival auch bei der Gemeinde Stettfurt, die einen dreistelligen Betrag aus dem Gemeindeteil des Kulturpools gesprochen hat. Gemeindepräsident Markus Bürgi sagt:

«Es ist cool, wenn sich jemand mit grossem Engagement für die Allgemeinheit einsetzt.»
Markus Bürgi, Gemeindepräsident Stettfurt.

Markus Bürgi, Gemeindepräsident Stettfurt.

Bild: Benjamin Manser

Eine Initialzündung für die Badi wegen rückläufiger Besucherzahlen jedoch findet Bürgi übertrieben, auch wenn er Anlässe wie eben die Hip-Hop-Open-Air-Pool-Party, den Abstecher des Triathlons Frauenfeld im Juni oder den jährlichen Beachvolleyballevent als Gewinn sieht.

Insgesamt erwartet Fabien Gallo am «ZH meets TG» 650 Jugendliche und Junggebliebene, welche entweder via Instagram und ein Buchungsportal oder allerspätestens an einer Tageskasse vor der Badi zu einem der begehrten Tickets kommen können. Gallo sagt: «Am wichtigsten sind Musik, Hip-Hop, Spass und Leidenschaft, gerade nach der langen und turbulenten Zeit.»

Wasserspiel im Schwimmbad am Sonnenberg in Stettfurt.

Wasserspiel im Schwimmbad am Sonnenberg in Stettfurt.

Bild: Reto Martin