Die Träger des Thurgauer Energiepreises suchen bereits zum sechsten Mal nach vorbildlichen Projekten

Der Thurgauer Energiepreis wird erneut ausgeschrieben. Er sucht nachahmenswerte Projekte für die Kategorien Gebäudeneubau und -erneuerung, Mobilität, Effizienz, KMU/Gewerbe, Bildung und Idee.

Martin Sinzig
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Walter Schönholzer, Daniel Eugster und Projektleiter Martin Müller.

Walter Schönholzer, Daniel Eugster und Projektleiter Martin Müller.

Bild: PD/Raffael Soppelsa

Ein moderner Gewerbebau, der mehr Energie produziert als er verbraucht, der logistisch durchdacht ist und attraktive Arbeitsverhältnisse bietet: So präsentiert sich ein Siegerprojekt des Thurgauer Energiepreises von 2017, das wirtschaftliche und ökologische Ansprüche vereint.

Daniel Eugster, Inhaber der Haustechnik Eugster AG in Arbon, führte nicht nur vor Augen, wie das Projekt zu Stande gekommen war, sondern er gewährte auch Gastrecht für eine Medienkonferenz zur Ausschreibung des sechsten Thurgauer Energiepreises. Dieser soll vorbildliche Projekte aus den Bereichen Effizienz und erneuerbare Energien würdigen und zur Nachahmung anregen, wie Regierungsrat Walter Schönholzer als Vorsteher des Departements für Inneres und Volkswirtschaft bekräftigte.

Schönholzer: «Jetzt die Weichen stellen»

Der Thurgauer Energiepreis soll im Rahmen der kantonalen Massnahmen dazu beitragen, die grossen Herausforderungen der aktuellen Energie- und Klimapolitik anzugehen: besonders der Ersatz von fossilen Energiequellen bei gleichzeitiger Verminderung von CO2. Zudem gelte es, im Zeichen des Ausstiegs aus der Kernenergie neue Produktionsquellen zu schaffen und gleichzeitig die Versorgungssicherheit zu erhalten.

«Noch haben wir Zeit für diese Umstellung, doch es gilt bereits jetzt die Weichen zu stellen», betonte der Volkswirtschaftsdirektor am Medientermin. Bei der Nutzung erneuerbarer Energien gebe es noch viel Luft nach oben. Die kantonale Energiepolitik lege dabei Gewicht auf eine regionale Wertschöpfung. Fördergelder, Beratungsangebote, die Schaffung optimaler rechtlicher Rahmenbedingungen sowie Initiativen wie beispielsweise im Bereich der Elektromobilität sollen Fortschritte bringen.

Anmeldefrist bis 15. Mai

An der diesjährigen Ausschreibung teilnehmen können alle Einwohnerinnen und Einwohner, die zwischen dem 16.Mai 2017 und dem 15.Mai 2020 ein Projekt im Thurgau umsetzen oder begleiten. Zur Trägerschaft gehören die Abteilung Energie des Kantons Thurgau, die Thurgauer Kantonalbank, die Thurkraftwerke, die EKT AG, der Verein Energiefachleute Thurgau, suissetec Thurgau, der Solarstrom-Pool Thurgau, Lignum Ost und die IG Passivhaus Schweiz. In sieben Preiskategorien, darunter auch ein Sonderpreis der Thurgauer Kantonalbank, werden Preisgelder von 17'500 Franken vergeben. Die öffentliche Preisverleihung wird am 18.November stattfinden.