Thurgauer Schüler schnuppern in die Berufswelt

Der Einfluss der Digitalisierung auf die Arbeitswelt; dies war das Thema des Gewerbeforums an der Berufsmesse.

Manuela Olgiati
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Weinfelden TG - Impressionen von der Thurgauer Berufsmesse 2019 in Weinfelden.
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Weinfelden TG - Impressionen von der Thurgauer Berufsmesse 2019 in Weinfelden.
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Weinfelden TG - Impressionen von der Thurgauer Berufsmesse 2019 in Weinfelden.

Der Gewerbeverband begrüsste an der diesjährigen Berufsmesse hohen Besuch. Martina Hirayama, die Direktorin des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation, sprach am Gewerbeforum zur Zukunft des dualen Bildungssystems. Dieses stehe hoch im Kurs. Hirayama sagt:

«Die Berufsbildung geniesst im Kanton Thurgau einen hohen Stellenwert.»

In ihrem Einstiegsreferat ging sie auf den Thurgau als tragende Säule des Schweizer Berufsbildungssystems ein. Der Erfolg zeige sich gerade an den Berufsweltmeisterschaften, wo die Möbelschreinerin Samantha Kämpf aus Dettighofen einen Podestplatz erreichte.

Die Podiumsteilnehmer Markus Füger, Marcel Volkart, Noah Heim, Martina Hirayama.(Bild: Manuela Olgiati)

Die Podiumsteilnehmer Markus Füger, Marcel Volkart, Noah Heim, Martina Hirayama.(Bild: Manuela Olgiati)

In der Digitalisierung soll mehr gemacht werden, forderte Noah Heim. Es werde noch zu viel Papier ausgedruckt. Heim war einer der Podiumsteilnehmer im Weinfelder Berufsbildungszentrum. Diesen Sommer schloss er die Lehre als Kaufmann und gleichzeitig die Prüfung der berufsbegleitenden Matura ab. Heim sagte rückblickend:

«Die Berufsmatura während der Lehre zu absolvieren hat sich für mich gelohnt.»

Er habe die Herausforderung des hohen Lern- und Schulpensums zusammen mit der Arbeit im Lehrbetrieb gut geschafft. Nicht für alle Jugendlichen sei die berufsbegleitende Matura geeignet. Viele absolvieren diese erst nach der Lehre, sagte Marcel Volkart, Chef des Thurgauer Amtes für Berufsbildung und Berufsberatung.

Innovative Lösungen sind gefragt

Markus Füger, Inhaber und Geschäftsführer der Möschinger AG Weinfelden, sprach am Podium vom Handwerksberuf, der das selbstständige Arbeiten mit Präsenzzeiten erfordere. Die Berufsbildung werde von den Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt und in der Gesellschaft geprägt. Megatrends wie die Digitalisierung, steigende berufliche Mobilität oder demografischer Wandel stellen neue Anforderungen an Fachkräfte sowie Unternehmen und müssten frühzeitig erkannt werden.

Antworten darauf liefere die Initiative «Berufsbildung 2030», welche die Verbundpartner des nationalen Spitzentreffens zur Berufsbildung von 2016 gemeinsam lanciert haben, sagte Hirayama. Die strategische Ausrichtung des Leitbilds erfolge in verbundpartnerschaftlicher Zusammenarbeit zwischen Bund, Kantonen und Organisationen der Arbeitswelt. Die Initiative verstehe sich als Orientierungsrahmen zur Weiterentwicklung der Schweizer Berufsbildung. Man sei jetzt daran, diese umzusetzen, sagte Hirayama. Neue Berufe wie der «Interactive Media Designer» würden entstehen, manche Berufsbilder würden sich verändern.

Der Thurgau ist bei der Berufsausbildung stark

Im Thurgau nehmen über 70 Prozent der jungen Leute eine Berufslehre in Angriff; der Schweizer Durchschnitt liegt bei rund 66 Prozent. 18 Prozent absolvieren die eidgenössische Matura. Der Thurgau sei bei der Berufsausbildung stark. Rund 2000 neue Lehrstellen würden zur Verfügung gestellt.

Die Digitalisierung verändert nicht nur die Arbeitswelt, sondern auch die Erwartungen an das Bildungssystem. Es gehe um die Vermittlung von Normen und Werten. Wichtig sei auch die Förderung des Berufsabschlusses für Erwachsene. Hirayama sagt:

«Kompetenzen und das Wissen sollen erweitert werden.»

Verbände müssten in der Lage sein, mit den technologischen Entwicklungen mithalten zu können und auch selber innovativ zu sein. Es gelte, Bildungsinhalte zu definieren, neue zu schaffen und auszuprobieren, zum Beispiel mittels Pilotprojekten. «Das duale Bildungssystem in der Schweiz ist konkurrenzfähig», sagte die Thurgauerin. Dies erkenne man, wenn man einen Blick auf die Laufbahn der Lehrabsolventen werfe.