Coronapandemie
Hoffnung auf Normalbetrieb nach den Frühlingsferien: Thurgauer Schulen kehren schrittweise zur Normalität zurück

«Es ist davon auszugehen, dass mit dem Schulstart nach den Frühlingsferien keine Massnahmen und Empfehlungen mehr notwendig sind», heisst es in den aktuellen Mitteilungen des Amtes für Volksschule. Die präventiv-repetitiven Testungen sind bereits eingestellt, die Taskforce Schule wird bis zu den Sommerferien aufgelöst. Damit beginnt die Aufarbeitung der Pandemie.

Hans Suter
Drucken
Die Situation beruhigt sich: Die präventiv-repetitiven Coronatestungen an Thurgauer Schulen wurden am 25. Februar eingestellt.

Die Situation beruhigt sich: Die präventiv-repetitiven Coronatestungen an Thurgauer Schulen wurden am 25. Februar eingestellt.

Bild: Reto Martin (14. September 2021)

Es klingt technisch, hat es aber in sich: «Mit den Entscheiden des Bundesrats vom 16. Februar 2022 konnten der Entscheid 5 des kantonalen Departementes für Erziehung und Kultur (DEK) und etliche Regierungsratsbeschlüsse aufgehoben werden.» Nun geht es schnell. Laut den aktuellen Mitteilungen des Amtes für Volksschule im «AV-Info» ist geplant, die Taskforce Schule bis vor den Sommerferien aufzulösen. Bis dahin sind noch drei Treffen geplant. Die präventiv-repetitiven Testungen an den Schulen wurden bereits eingestellt. Vom 25. Oktober 2021 bis 24. Februar 2022 wurden insgesamt rund 140’000 Tests analysiert.

Aktuell gilt seitens Bund bis voraussichtlich Ende März 2022 noch die besondere Lage. «Bis zu diesem Zeitpunkt werden wir die verbliebenen Informationen zur Coronapandemie von unserer Website entfernen», heisst es weiter im «AV-Info» optimistisch.

Hände weiterhin regelmässig waschen

Noch seien von den Schulen etliche positive Fälle gemeldet worden. Bis zu den Frühlingsferien sei es je nach Situation vor Ort angezeigt, die Hygienemassnahmen, insbesondere das regelmässige Händewaschen, aufrechtzuerhalten. «Es ist davon auszugehen, dass mit dem Schulstart nach den Frühlingsferien keine Massnahmen und Empfehlungen mehr notwendig sind.»

Zeit der Pandemie wird aufgearbeitet

«Während zweier Jahre hat die Coronapandemie den Betrieb an unseren Schulen intensiv gefordert und uns alle in unserem Verhalten und Erleben nachhaltig geprägt», heisst es weiter in den Mitteilungen zur Coronasituation an den Schulen. «Mit viel Einsatz und Energie haben sich Lehrpersonen, Schulleitungen und Schulbehörden für das Wohl der Kinder und Jugendlichen eingesetzt.» Dank dieses ausserordentlichen Engagements habe die Zeit des Fernunterrichts produktiv bewältigt und während der restlichen Zeit der Präsenzunterricht aufrechterhalten werden können.

Dabei soll es aber nicht bleiben. Das Amt für Volksschule will Lehren für die Zukunft ziehen können. Deshalb wird nach den Frühlingsferien bis zu den Pfingstferien eine Onlinebefragung im Schulumfeld gestartet. Ziel sei es, aus den gemachten Erfahrungen zu lernen, um besser auf ähnliche Situationen vorbereitet zu sein.

Von stofflichen Aufholjagden wird abgeraten

Was die Coronapandemie alles an Folgen zurücklässt, wird sich erst mit der Zeit in vollem Ausmass zeigen. «Aus Rückmeldungen von Lehrpersonen und Schulleitungen wissen wir, dass etliche Lehrpersonen und auch Schulleitungen unter der sehr hohen Belastung der vergangenen zwei Jahre leiden», wird im «AV-Info» festgehalten. Zurzeit sei es deshalb noch mehr als sonst notwendig, dass die Schulleitungen achtsam seien bezüglich des Befindens ihrer Lehrpersonen.

«Es gilt jetzt, Prioritäten zu setzen und den Grad der Belastbarkeit der Schulteams und der einzelnen Lehrpersonen im Auge zu behalten. Wir warnen insbesondere davor, während der Pandemie Verpasstes unmittelbar aufholen zu wollen.»

Auf der Ebene der Klasse sei es wichtig, dass die Beziehungsarbeit nach wie vor im Zentrum steht und dass gemeinsame und unbeschwerte Erlebnisse ermöglicht werden. «Auch in diesem Jahr ist davon auszugehen, dass in Bezug auf die Erreichung der Lehrplanziele Prioritäten gesetzt werden müssen.» Von stofflichen «Aufholjagden» wird bis zu den Sommerferien dringend abgeraten.