Angriff aus der Luft - Jogger verletzt

In Aadorf ist ein 31-jähriger Mann von einem Vogel angegriffen worden. Joggen will er weiterhin - vermutlich werde er das künftig aber mit einem leicht unguten Gefühl tun.

Kurt Lichtensteiger
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Die Verletzung am Kopf ist gut sichtbar. (pd)

Die Verletzung am Kopf ist gut sichtbar. (pd)

Eine unliebsame Überraschung erlebte in der vergangenen Woche ein 31-jähriger Aadorfer beim Joggen. «Es war Mittwochabend. Ich spulte wie so oft meine übliche Strecke ab, lief entlang einer Feldstrasse, die Kopfhörer in den Ohren.» Vielleicht sei es auch gut so, hörte er nichts, so dass er den Kopf gar nicht umdrehte, als sich plötzlich Krallen in seinen Schädel drückten. Gesehen habe er nichts, doch gespürt umso mehr.

Zurück bleiben deutliche Kratzspuren

«Nach dieser Attacke blieb ich vorerst mit zitternden Gliedern stehen und sah, wie ein Mäusebussard oder Milan davon flog. Weil ich unter leichter Schockwirkung stand, rief ich mit meinem Handy meine Frau an, die mich unverzüglich abholte. Dann ging ich zum Arzt, der die Kratzwunden am Kopf behandelte und mir gegen eine allfällige Infektion das nötige Medikament verabreichte», erzählt der Aadorfer.

Im Zuge des Geschehens musste der Jogger erfahren, dass solche Attacken keine Seltenheit sind. Wenn Bussarde ihre Jungen in der Nähe haben – und das ist in dieser Zeit der Fall – könne ein Angriff jedermann treffen, hiess es. Und dies nicht nur im Raum Aadorf, wie geschehen. «Ich jedenfalls lasse mir das Joggen trotzdem nicht nehmen, auch wenn ich dies künftig mit einem leicht unguten Gefühl machen werde», sagt der Aadorfer und zeigt als Beweis mehrere Fotos auf seinem Handy.